Menschenfeindlichkeit in Europa

Eine Umfrage der Amadeu Antonio Stiftung zeigt ein alarmierendes Ausmaß an Vorurteilen in acht Ländern.

„Vorurteile bedrohen den zivilen Zustand von europäischen Ländern“, so fassten Prof. Andreas Zick und Dr. Beate Küpper die Botschaft einer neuen repräsentativen Umfrage zu Vorurteilen und Diskriminierungen in Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien, den Niederlanden, Portugal, Polen und Ungarn zusammen.

Fast jeder zweite Europäer in diesen Ländern hegt Vorurteile gegenüber Migranten, religiösen Gruppen oder Minderheiten:

  • 50,4% der Europäer sind der Meinung, dass in ihren Ländern zu viele Migranten leben.
  • 24,4% nehmen an: „Juden haben zu viel Einfluss.“
  • 54,4% glauben, dass der Islam eine Religion der Intoleranz ist.
  • 31,3% der Europäer stimmen eher oder voll und ganz zu, dass es eine „natürliche Hierarchie zwischen Schwarzen und Weißen“ gibt.
  • 60,2% befürworten traditionelle Geschlechterrollen, die u.a. in wirtschaftliche Ungleichheit der Geschlechter mündet.
  • 42,6% lehnen gleiche Rechte für Schwule und Lesben ab und beurteilen Homosexualität als „unmoralisch“.

Insgesamt ist in den osteuropäischen Ländern Menschenfeindlichkeit am stärksten verbreitet, am niedrigsten ist sie in den Niederlanden. Deutschland liegt in allen Kategorien im Mittelfeld. Befragt wurden 8000 Menschen in acht EU-Ländern.

Quelle: „Europäische Zustände“ – Alarmierendes Ausmaß an Vorurteilen

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