Wie Google Maps beinahe einen Krieg auslöste

Ein Fehler in den Kartendaten von Google Maps hat einen internationalen Konflikt in Zentralamerika verursacht.

Ein nicaraguanischer Militärbefehlshaber verlegte Truppen in ein Gebiet in der Nähe des San Juan Sees entlang der Grenze zwischen Nicaragua und Costa Rica. La Nación – die größte Tageszeitung in Costa Rica – sagt der nicaraguanische Kommandeur, Eden Pastora, verwendete Google Maps um die Invasion zu „rechtfertigen“.

Fakt aber ist, dass Eden Pastora Google Maps eigentlich nicht hätte benutzen dürfen. In den offiziellen Karten, die von beiden Ländern genutzt werden, ist die Grenze nämlich richtig eingezeichnet.

Hier das Satelliten-Foto von Google:

Und hier, zum Vergleich, ein Satelliten-Foto von Bing Maps mit dem richtigen Grenzverlauf:

Bei der Ursache nach den Fehlern tappt Google derzeit noch im Dunkeln.

Grenzzwischenfälle wegen falscher Karten sind allerdings kein Einzelfall. So hatte die Britische Navy sich vor einiger Zeit unerlaubt in iranische Gewässer begeben, weil angeblich das GPS nicht richtig funktioniert habe. Auch das Schweizer Militär hatte sich bei einer Übung „verlaufen“ und war ins Nachbarland Liechtenstein einmarschiert, angeblich weil es zu dunkel war.

http://www.nacion.com/2010-11-04/ElPais/NotasSecundarias/ElPais2577867.aspx
http://edition.cnn.com/2010/WORLD/americas/11/04/costa.rica.nicaragua.dispute/
http://google-latlong.blogspot.com/2010/11/regarding-boundary-between-costa-rica.html

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