2083 – Manifest eines Massenmörders

Titelseite von Breiviks Manifest

Hitler hatte sein jüdisches Problem. Anders Breivik sein muslimisches Problem. Je mehr man von Breiviks A European Declaration of Independence-Manifest liest, desto mehr erscheint es wie eine heutige Version von Hitlers Mein Kampf.

Ich erinnere daran, als der Diktator in spe sein Hauptwerk schrieb, hatte er noch nicht die Formel für die Endlösung erfunden. Er „wusste“, was das Problem war (die Juden) und hatte einige Ideen, wie man damit umgehen sollte. Es gab aber noch nicht die Politik des Völkermords die seit der Wannsee-Konferenz 1942 angewendet wurde. Genauso deutlich „sieht“ Breivik, dass das Problem für Europa die Muslime (und nicht Juden) sind. Sie sind die „Fremdkörper“ die den reinen westeuropäischen Genpool infizieren. Aber Breivik hat noch keine Genozid-Politik entwickelt um diese Erkenntnis umzusetzen. Er sagt lediglich, dass die Muslime aus Europa (und der westlichen Welt, einschließlich Israel) entfernt werden, nicht dass sie ausgerottet werden müssen.

Breiviks stellt die Prognose auf, seine rechte Revolution wird vor 2083 nicht gelingen. Wir können nur rätseln, welche Art von Final Solution es für das muslimische Problem in Europa bis dahin geben wird.

Während Breiviks Ansichten grösstenteils von denen Hitlers abweichen, ähneln sich andere in vielerlei Hinsicht genau. Breivik sieht nur einige Juden als das Problem. Das sind die marxistischen Juden in der Diaspora und Israel, die, die Multikulturalismus begrüßen. Sie sind der Feind. Aber das zionistische Israel, durch Anti-Dschihadisten wie Avigdor Lieberman vertreten, ist das, was er als „kulturelle Cousins“ bezeichnet.

Hitler wetterte ebenfalls gegen jüdische Bolschewisten und sah sie als die Wurzel allen Übels. Die Muslime spielen in Breiviks Universum die gleiche Rolle wie die Juden für Hitler. Sie sind unrettbar böse.

Aber interessanterweise, während Hitler die Juden unbarmherzig fast von Beginn seiner politischen Karriere attackierte, entschied sich Breivik die Muslime physisch überhaupt nicht anzugreifen. Stattdessen entschied er sich, das Herz der „marxistischen multikulturellen“ Bestie, Norwegens Regierungspartei und Institutionen des Staates anzugreifen. Seiner Meinung nach würde die rechte Revolution die meiste Aufmerksamkeit mit einem Angriff auf den weichen Unterleib des Staates erregen, anstatt auf die Muslime des Landes. Für Breivik, sind Marxisten wie die von der norwegischen Arbeiterpartei und der verhassten Europäischen Union, Kollaborateure des muslimischen Feindes. Die ersteren sind diejenigen, die letzteren ermöglichen Europa zu überrennen. Und weil diese Kollaborateure weiße Christen wie er selbst sind, sind sie Verräter an der Rasse. All das rechtfertigt diese anzugreifen, bevor er anfängt gegen Muslime vorzugehen. Das sind seine zugrunde liegenden Überlegungen zu diesem Thema:

Why armed resistance against the cultural Marxist/multiculturalist regimes of Western Europe is the only rational approach

Multiculturalism, like drugs, is an insidious weapon. Both destroy the heart and fabric of a people. All ties to family, community, and one’s people as a whole are destroyed by these two opiates of the human mind. Both are sponsored from the top down by one world elitists bent upon creating a world order who’s power is such that its subjects posses no potential for resistance.

…War or armed resistance has traditionally always been used as a last resort, when dialogue has proven to ineffective. The justification for use of armed resistance against the European cultural Marxist/multiculturalist systems is tied to the outlook for cultural conservative political success. You have to ask yourself; is it remotely possible under the current conditions that a conservative, monocultural political party will ever gain substantial political influence? An increasing number of Europeans are opening their eyes to the reality that the democratical struggle through dialogue has been lost. The cultural Marxists have institutionalised multiculturalism and have no intention of ever allowing us to exercise any political influence of significance. In theory we, the cultural conservatives of Europe, have become slaves under an oppressive, tyrannical, extreme left-wing system with absolutely no hope of reversing the damage they have caused. At least not democratically…

Breivik machte gemeinsame Sache mit anderen europäischen rechtsgerichteten Gruppen wie der English Defense League, Geert Wilders und anderen. Ein Faktor, den sie alle teilen ist Pro-Israelismus. Für sie ist der Feind meines (Muslim)-Feindes mein Freund. Das ist genau der Grund, warum Pamela Geller, Robert Spencer, Daniel Pipes, Bat Ye’or und andere Anti-Dschihadisten die europäische Rechte so attraktiv finden. Und es ist ein Grund, warum alle von ihnen so gefährlich sind. Nicht in der Weise, wie Breivik physisch gefährlich ist. Aber intellektuell und politisch gefährlich. Scott Shane schrieb eine interessante Geschichte darüber in der New York Times.

Der norwegische Massenmörder hätte vielleicht zugeschlagen unabhängig davon, ob Geller et al. existierten. Aber seine Gewissheit in seiner Sache und die intellektuellen Grundlagen kommen von ihnen. Ohne sie wäre er nur ein weiterer Unzufriedener auf der Suche nach einer Ursache gewesen. Mit ihnen hatte er eine Ursache zu leben und zu töten.

Es gibt eine Reihe von interessanten Zitaten in Breiviks Manifest. Diese befassen sich mit der Frage der Vertreibung der Muslime aus Europa mit einer klaren Parallele zur Siedlungspolitik die von israelischen nationalistischen Rechten (einschließlich Lieberman, jedoch in einer etwas feineren Artikulation) vertreten werden. Der Aufruf zum Handeln ist erschreckend und zeigt, dass alles, was Breivik von Geller, Spencer trennt ist seine Bereitschaft zu den Waffen zu greifen:

Future deportations of Muslims from Europe

„It’s difficult to discuss deportation of Muslims openly in a society where it is not even allowed to discuss Islam…“

The reason why authors on the Eurabia related issues/Islamisation of Europe – Fjordman, Spencer, Ye’or, Bostom etc. aren’t actively discussing deportation is because the method is considered too extreme (and thus would damage their reputational shields). This would un-doubtfully undermine their work and probably disallowing them to publish any future books. However, the warning about Islam has been repeated for more than two decades and it is apparent that 40 more years of dialogue, without action, would have a devastating effect on Europe. If these authors are to scared to propagate a conservative revolution and armed resistance then other authors will have to.

Hier beschreibt Breivik die Notwendigkeit, sich vom menschlichen Impuls der Gnade zu lösen, in diesem christlich-konservativen revolutionären Dschihad:

The process of destroying and replacing the current cultural Marxist/ multiculturalist regimes of Western Europe will not be easy or painless….

As a Justiciar Knight you are operating as a jury, judge and executioner on behalf of all free Europeans. Never forget that it is not only your right to act against the tyranny of the cultural Marxist/multiculturalist elites of Europe, it is your duty to do so. There are situations in which cruelty is necessary, and refusing to apply necessary cruelty is a betrayal of the people whom you wish to protect.

The preferred method is to attack in a violent and deceptive form (shock attack), usually with limited forces (1-2 individuals). Once you decide to strike, it is better to kill too many than not enough, or you risk reducing the desired ideological impact of the strike. Explain what you have done (in an announcement distributed prior to operation) and make certain that everyone understands that we, the free peoples of Europe, are going to strike again and again. Do not apologise, make excuses or express regret for you are acting in self-defence or in a preëmptive manner. In many ways, morality has lost its meaning in our struggle. The question of good and evil is reduced to one simple choice. For every free patriotic European, only one choice remains: Survive or perish. Some innocent will die in our operations as they are simply at the wrong place at the wrong time. Get used the idea. The needs of the many will always surpass the needs of the few.

In einer späteren Passage, notiert Breivik, dass die Zahl der zulässigen Toten in diesem revolutionären Staatsstreich 45.000 (incl. einer Million Verwundeter) wären, dies entspricht, in seiner wahnhaften Gedankenwelt, den Zahlen, die die marxistische politische Elite in ihrem Streben nach kontinentaler Vorherrschaft getötet hat.

In diesem terroristischen Universum, rechtfertigt das Ziel des Sturzes des „eurabischen Regimes“ den Einsatz von Massenvernichtungswaffen, einschließlich chemischer und biologischer Waffen. Er spekuliert sogar über die Möglichkeit von Verhandlungen mit Israel über den Zugang zu Atomwaffen. Breivik räumt allerdings ein, das die Zustimmung Israels unwahrscheinlich ist, bevor es klare Anzeichen dafür gibt, dass seine Revolution kurz vor dem Erfolg steht.

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