Warum Gott nicht mehr an den Papst glaubt

Ein einfach genialer Text von Ralf Schwartz

Und einen göttlichen Wimpernschlag nachdem Gott seinen Sohn auf die Erde gesandt hatte, seine eigenen Jugendsünden zu bereinigen, betrat ein weiterer Papst die Erde, der sich seinen Gott nach seinem Ebenbilde zurechtgelegt hatte:

Einen Gott, dem es wichtiger war, daß der Papst vier Reisen in alle Himmelsrichtungen machte, statt 12,5 Millionen Menschen vor dem Hungertode zu retten (ja, auch Gott konnte rechnen, und wußte, daß 4 Reisen die Kirche 100 Millionen kosteten, genausoviele Millionen, wie laut UN nötig waren, die Hungernden in Afrika vor dem sicheren Tode zu retten).

Einen Gott, der unfehlbar war. Einen Gott, der meinte, der Hunger und die Armut, die Krankheiten und das Elend der Menschen seien reine Einbildung und durch den ebenso reinen Glauben zu besiegen. Einen Gott, der meinte, dieses Leben sei eine Prüfung des reinen Glaubens. Einen Gott, der meinte, der Erfolg des Menschen sei Gottes Werk, und sein Elend eben Schicksal.

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