Keine Atheisten in Schützengräben

…oder sinkenden Schiffen oder abstürzenden Flugzeugen.

Also, ein Flugzeug hat einen Triebwerkschaden. Der Flugkapitän gibt bekannt, dass die Maschine notlanden muss. An Bord befinden sich 100 Christen, 75 Muslime, 25 Juden, 20 Anhänger verschiedener anderer Glaubensrichtungen und 5 Atheisten. Angenommen, alle außer fünf beten zu ihrem eigenen Gott/Göttern und das Flugzeug landet sicher, wem gebührt der Dank für die Landung?

Angenommen, die meisten Beteiligten sprechen die Rettung ihrem eigenen Gott zu – die Frage ist, woher wissen sie das?

Glaube?

Doch fünf Leute werden sagen, der Pilot (und/oder Glück) war es und haben recht.

Allerdings, wenn das Flugzeug tatsächlich abstürzen sollte, warum würde Gott Einzelpersonen eines bestimmten Glaubens/Nicht-Glaubens zur Rettung auswählen? Oder werden nur bevorzugte Gottesanhänger gerettet?

Und wo begräbt man die Überlebenden? 🙂

Dies ist eine Frage der Erkenntnistheorie – mit Wissen als gerechtfertigter Überzeugung. Der Glaube ist eine schwache Begründung, da er sich auf Inspiration, Offenbarung oder Autorität stützt – und ist nicht überzeugend für andere. Vernunft und Beweis sind stärkere Begründungen, da sie von Menschen jedweder Herkunft nachvollzogen werden können.

Es gibt auch Grenzen des Wissens. Der Dank kann auch nicht allein dem Pilot zugeschrieben werden (obwohl er den Vorteil hat, tatsächlich präsent zu sein). Die Hersteller des Flugzeugs verdienen ebenso Dank, genauso wie die Flugschule, die den Piloten ausgebildet hat. Doch die Schlussfolgerung, dass Dinge, die wir sehen und anfassen können verantwortlich waren, ist rationaler als die Schlussfolgerung, dass Magie im Spiel war.

Es gab nur sehr wenige Kriege, wo beide Seiten nicht glaubten, sie hätten die Unterstützung ihrer Gottheit, und Menschen, die eine persönliche Katastrophe überlebten sind sehr bereitwillig, Dank an ihr jeweiliges mystisches Wesen zu geben. Wir alle streben (mehr oder weniger) nach der Zustimmung von anderen und es muss sehr beruhigend sein, zu glauben, dass es eine allmächtige Vater-Figur gibt, die einen so sehr mag, dass er die Hand ausstrecken und persönlich für unsere Sicherheit intervenieren kann. Das ist der Grund, warum das feudale System und seine moderne Inkarnation – der reiche Mentor/Unternehmer existieren kann. Warum wählen die Menschen konservative Parteien und Big Business gegen ihre eigenen Interessen? Aus dem gleichen Grund, warum sie den Zehnten einer wohlhabenden Kirche geben – ein allmächtiges Wesen wird sie belohnen.

Non-Crash: Wenn das Flugzeug nicht abstürzt, würde Gott den Ruhm ernten, unabhängig von der Gottheit zu der verschiedene Gruppen beten. Alle Dinge geschehen für den Ruhm Gottes – in der einen oder anderen Weise. Natürlich, in dieser Situation würden die Atheisten wahrscheinlich noch ihr selbstgefälliges Selbst an den Tag legen und sagen, dass sie wegen einigen logisch-wissenschaftlichen Umständen überlebt haben (auch wenn das Flugzeug mit 800 km/h und vollen Tanks senkrecht in einen 20 m dicken Betonsockel kracht).

Crash: Die ideale Situation (wenn das Flugzeug abstürzt) wäre für alle Gläubigen wenn sie dahinscheiden und für alle Nicht-Gläubigen wenn sie überleben. Auf diese Weise haben die Nicht-Gläubigen eventuell noch eine Chance auf Rettung. Wenn es auf eine andere Weise geschähe, dann wäre es immer noch zu Gottes Ehre.

Also, wenn das Flugzeug abstürzt, oder nicht abstürzt, oder explodiert oder erst gar nicht abhebt – es würde zur Ehre Gottes geschehen?

Das deckt alles mit einer dicken Schicht selbstgefälliger Ignoranz zu.

Glücklicherweise ist Flugzeugingenieuren, eine solch intellektuelle Faulheit nicht erlaubt. Sie sind verpflichtet, objektive, materielle Gründe, warum Flugzeuge abstürzen, zu benennen und was getan werden kann, um das Risiko zu reduzieren. Sie können nicht einfach sagen, der Absturz war Marsha’Allah. Auch wenn Gott weniger Ruhm für seine gottgewollten Abstürze erhält. Ich möchte nicht in einer Maschine fliegen die von jemandem mit einer religiösen Philosophie konzipiert wurde.

Vermutlich beten Gläubige in einem Notfall zu Gott, das Flugzeug abstürzen zu lassen, so dass sie Gott früher treffen können.

So oder so, da alles Gottes Zweck und Herrlichkeit dient, warum sich die Mühe machen, in der Früh aufzustehen? Bettruhe steuert vermutlich genauso viel zu Gottes Ruhm und Herrlichkeit bei, wie Aufstehen und Arbeiten. Es scheint ein Rezept zum nichts tun, außer den ganzen Tag zu beten. Gott wird euch sowieso ernähren – Matthäus 6:26.

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