Sag nicht das R-Wort

Das Online-Magazin Slate wird in seinen zukünftigen Artikeln das Football-Team „Washington Redskins“ nicht mehr bei seinem Namen nennen. Slate folgt mit dieser Entscheidung einer wachsenden Anzahl von Publikationen, die Redskins (Rothäute) als rassistische Beleidigung der amerikanischen Ureinwohner ansehen. Das Magazin, bekannt für konträre Standpunkte, hat nichts gegen die Mannschaft selbst, aber der Name ist ein Problem und das seit Jahren.

Chefredakteur David Plotz schreibt, „es ist höchste Zeit, dass die amerikanischen Ureinwohner als menschliche Wesen begriffen werden, nicht als Karikaturen oder Überbleibsel der Vergangenheit.“ Bei Gründung des Football-Teams wurde mit ziemlicher Sicherheit versucht, indianische Tapferkeit und Zähigkeit einzubeziehen, aber, wie Plotz weiter schreibt, „die Zeiten ändern sich und plötzlich wird aus einem gutgemeinten Symbol eine Peinlichkeit.“

Trotzdem mag diese Rechtfertigung nicht so recht überzeugen, obwohl Plotz im Grunde genommen natürlich recht hat. Man kann sich Geschichte nicht einfach schönschreiben bzw. die nicht genehmen Teile einfach ausblenden, wie ich früher schon dargelegt habe. Und, solange die Verantwortlichen bei den Redskins nicht selbst handeln, bleibt die ganze Aktion mehr oder weniger sinnlos.

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