Smartphonesucht: Totale geistige Abwesenheit

Bemerkst Du was in Deiner unmittelbaren Umgebung vor sich geht? Würdest Du bemerken wenn jemand eine Schusswaffe auf Dich richtet? Die Fragen würde wahrscheinlich jeder bejahen.

Leider trifft das offensichtlich nicht zu, wenn man in sein Handy oder Smartphone vertieft ist, wie ein Fall aus den USA zeigt:

In einer U-Bahn in San Francisco zieht ein Mann eine Waffe und spielt minutenlang damit herum. Er zielt auf die anderen Fahrgäste und erschießt schließlich willkürlich einen zwanzigjährigen Mitreisenden. Keiner der anderen Insassen hat den bewaffneten Mann überhaupt bemerkt. Die Bilder der Überwachungskameras zeigen: Alle waren einfach nur mit ihren Smartphones beschäftigt.

Dieser Zwischenfall ist natürlich Zunder für Alle die Vorurteile über Smartphones haben: Sie sind Zeitverschwendung. Sie haben negative soziale Folgen. Sie machen uns weniger menschlich. Und jetzt kommt noch hinzu, dass sie anscheinend eine Gefahr für unser Leben sind.

Noli turbare circulos meos! (Störe meine Kreise nicht!) Schon Archimedes wurde, der Legende nach, ein Opfer seiner eigenen Unaufmerksamkeit.

Archimedes ist allerdings nur bedingt vergleichbar. Es gab keine anderen Anwesenden, die vor den feindlichen Soldaten hätten warnen können. Aber, in einer vollbesetzten U-Bahn würde man annehmen, dass wenigstens einer der Passagiere mitbekommen müsste, was vor sich geht. Einer. Nur Einer!

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