Aufruf: #ISISmediaBlackout

ISISmediaBlackout

Am Dientag veröffentlichte die salafistische Terror-Miliz Islamischer Staat (IS) ein Video, in dem die Ermordung des US-amerikanischen Journalisten James Wright Foley gezeigt wird. Foley wurde Ende 2012 in Syrien entführt.

Kurz nachdem das Video online ging, starteten Twitter-Nutzer, unter dem Hashtag #ISISmediaBlackout, eine Kampagne mit dem Ziel die Verbreitung des Filmmaterials zu verhindern. Twitter, YouTube und Vimeo haben damit begonnen, Accounts, die das Video (und Standbilder davon) posten, zu sperren. Viele weitere Online-Nachrichtenmedien verzichten freiwillig auf eine Veröffentlichung der Schockbilder und zeigen stattdessen frühere Portraitfotos von James Foley.

Wenn Terroristen oder Kriegsverbrecher bewusst Werbung für ihre Verbrechen machen, helft ihnen nicht. Wenn Social Media grausige Fotos verbreitet, um über die Vorkommnisse zu berichten, tun Journalisten und Zuschauer ihre PR für sie, und dieser Social-Media-Effekt ermuntert die Täter nur zu mehr von dem gleichen brutalen Verhalten. Beschreibt ihre Verbrechen, aber bringt nicht ihre Propaganda in Umlauf. Es sollte neuer Standard sein, einfach über diese Verbrechen zu berichten und zu sagen, dass es verifizierte Fotos gibt, die zurückgehalten werden, um den Tätern die gewollte Publicity zu verweigern.

James Foley (1973-2014)
James Foley (1973-2014)

Mach dich nicht zum Helfershelfer für Arschlöcher.

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