Generalbundesanwalt ermittelt gegen netzpolitik.org [updated]

Man könnte fast auf die Idee kommen, dass die deutschen Justizbehörden aus der Spiegel-Affäre von 1962 nichts gelernt haben: Nach mehr als 50 Jahren wird wieder gegen Journalisten wegen angeblichem „Landesverrat“ ermittelt. Die Blogger von netzpolitik.org haben heute offiziell die „Bekanntgabe der Einleitung des Ermittlungsverfahrens“ erhalten.

Der gleiche Bundesanwalt, der kein Verfahren wegen der NSA-Spionage eröffnen wollte, legt sich nun voller „Unabhängigkeit“ so richtig ins Zeug. Wie hieß noch mal das Lied von Rammstein? „We’re all living in Absurdistan, Absurdistan ist wunderbar.“

via daMax

Nachtrag: Wer netzpolitik.org finanziell unterstützen möchte, findet unten alle Infos.
netzpolitik-spenden
Weitere Spendenmöglichkeiten gibt es hier.

Nachtrag 2: Da netzpolitik.org gerade unter hoher Last leidet, gibt es die geleakten Dokumente bei landesverrat.org als Mirror.

Korrektur: Die Spiegel-Affäre war nicht der letzte und einzige Fall von Ermittlungen wegen Landesverrats. 1983 wurden Redaktionsräume und Mitarbeiterwohnungen der Zeitschrift „Konkret“ durchsucht.

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