Die Welt zu Gast bei Freunden

Auf dem Gelände des Landesamtes für Gesundheit und Soziales in Berlin-Moabit harren mehrere Hundert neu angekommene Flüchtlinge seit Tagen bei 35 Grad im Schatten unter schlimmsten Bedingungen aus. Hilfe kommt von Anwohnern und Freiwilligen, die Wasser, Nahrung und Kleidung verteilen, während die Behörden überfordert scheinen.

Der zuständige Sozialsenator Mario Czaja befindet sich in Urlaub. Auch wenn er dort ebenfalls in der Sonne liegt, wird es ihm ganz bestimmt an nichts fehlen. Ausserdem scheint die Situation, laut einem Sprecher des Landesamtes, der nicht namentlich genannt werden will, nicht so schlimm, wie in den Medien dargestellt:

Die Leute bekämen eine Unterkunft zugewiesen, es gäbe sanitäre Anlagen und verdurstet sei auch niemand. Die Wasserbetriebe hätten mehrere Tausend Liter Wasser in Plastiktüten zur Verfügung gestellt. Dass Leute für etwas länger anstehen, kenne man schließlich auch von Apple-Kunden. „Das Landesamt ist kein Beherbergungsbetrieb, sondern eine Behörde“, sagt er. Manche der Asylbewerber schliefen sowieso lieber auf der Straße. Die Hilfe der Freiwilligen sei nett gemeint, es müsse aber ordentlich zugehen.

Ich weiß gerade nicht, was ich zuerst machen soll: Kaffee -> Monitor oder Kopf -> Tisch. Solche Leute dürfen öffentliche Ämter bekleiden. Wäre das der Staatsbesuch eines Politikers, gäbe es Lachsschnittchen und Sekt. Aber so – sind doch nur Flüchtlinge. Hauptsache es geht ordentlich zu.

„Die Welt zu Gast bei Freunden“ ist gerade erst ein paar Jahre her.

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