Was ist nicht Schuld am Terror?

Da kommt ihr nie drauf! Christian Pfeiffer, der sich als „Kriminologe“ bezeichnet, hat neulich behauptet, dass die Attentäter von Paris „sich als virtuelle Figuren in Onlinespielen wie ‚World of Warcraft‘ an einem bestimmten Ort als Gruppe getroffen und die Anschläge in Paris geplant haben“ könnten, wie daMax schreibt.

Tja, wie es scheint, basieren Pfeiffers Behauptungen nicht auf eigenen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Er hat höchstwahrscheinlich einfach einen Artikel in der Forbes gelesen, in dem der Autor einige substanzlose Spekulationen verbreitet:

An ISIS agent could spell out an attack plan in Super Mario Maker’s coins and share it privately with a friend, or two Call of Duty players could write messages to each other on a wall in a disappearing spray of bullets.

Einschusslöcher an der Wand? Die wahrscheinlich beste Verschlüsselungsmethode der Welt.

Na, wer kann die Nachricht lesen?
Na, wer kann die Nachricht lesen?

Phrasen, wie, „die Attentäter könnten…, haben vielleicht…, möglicherweise…,“ sind alles, was aus dem Mund von Christian Pfeiffer & Co. heraus kommt. Die Attentäter haben sich wahrscheinlich auch auf dem Mars getroffen. Hätte, hätte, Fahrradkette.

Niemand hat bisher Beweise vorgelegt, die die Behauptung unterstützen, dass die Attentäter von Paris Computerspiele, eine Playstation oder Verschlüsselung bei der Planung des Anschlags benutzt haben.

So funktioniert Kriminologie ala Pfeiffer also; Zeitung lesen und dann ein paar „Fakten“ aus dem Ärmel schütteln.

Nebenbei bemerkt: Das Spiel Super Mario Maker gibt es nur für die Wii U.

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