Wer betreibt eigentlich den weltweit größten Kinderpornografie-Server?

A) Ein paar ganz skrupellose Schwerverbrecher, vielleicht? Oder B) die US-amerikanische Bundespolizei FBI? Wer auf Antwort B getippt hat, liegt richtig. Kaum zu glauben, aber offensichtlich betreibt das FBI einen Server der KiPo verbreitet. Und das kam so: Im Februar 2015 beschlagnahmte das FBI einen einschlägig bekannten Server. Soweit, so gut. Aber…, anstatt den Server abzuschalten, wurden dieser Online belassen und somit die vorhandenen Kipo-Dateien munter weiter verbreitet. Auf diese Weise wollte das FBI Nutzer, die Dateien herunterladen auf frischer Tat fassen. Die Anwälte der so Erwischten haben jetzt Abweisung der Anklage beantragt. So kommen durch die Blödheit des FBI wahrscheinlich ein paar Leute nochmal davon.

Auszug aus der Klageschrift
Auszug aus der Klageschrift

Das FBI hätte natürlich die Dateien ganz einfach durch gefälschte ersetzen können, aber nein, man hat bewusst tausende von Fotos und Videos im Netz verteilt. Das Wohl der betroffenen Kinder war dabei wohl eher unbedeutend. Das US-Justizministerium ist der Meinung, dass „wenn ein Bild erstmal im Internet ist, es für immer dort ist“. Da kommt es auf ein paar mehr oder weniger auch nicht mehr an.

What a woderful world this is.

Quelle: 11-20-2015-Motion-to-Dismiss-Indictment

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