Wie der „Krieg gegen die Drogen“ erfunden wurde

Der frühere US-Präsident Richard Nixon begann den „War on Drugs“ aus einem einzigen bestimmten Grund: um seine politischen Gegner zu dezimieren – die linke Friedensbewegung und die Afro-Amerikaner.

Das geht aus einer Titelgeschichte für das Harper’s Magazine hervor. Der Journalist Dan Baum erzählt von einem Interview, dass er mit John Ehrlichman, einem ehemaligen ständigen Mitarbeiter Nixons, der wegen seiner Verwicklung in den Watergate-Skandal im Gefängnis saß, durchgeführt hat. Freimütig gestand Ehrlichman den wahren Zweck des Drogenverbotes:

„You want to know what this was really all about?“ he asked with the bluntness of a man who, after public disgrace and a stretch in federal prison, had little left to protect. „The Nixon campaign in 1968, and the Nixon White House after that, had two enemies: the antiwar left and black people. You understand what I’m saying? We knew we couldn’t make it illegal to be either against the war or black, but by getting the public to associate the hippies with marijuana and blacks with heroin, and then criminalizing both heavily, we could disrupt those communities. We could arrest their leaders, raid their homes, break up their meetings, and vilify them night after night on the evening news. Did we know we were lying about the drugs? Of course we did.“

Der heimtückische Plan scheiterte nur in dem Sinne, dass Nixon schließlich zurücktreten musste – ein Opfer seiner kriminellen Handlungen und Skrupellosigkeit. Der Krieg gegen die Drogen freilich brachte weiterhin Armut und Kriminalität über die Gemeinschaft der Minderheiten, kostete die Nation Unsummen an Geld und erweiterte die repressiven Machtbefugnisse der Regierung.

Das alles geschah also nicht für einen edlen gemeinnützigen Zweck – es war ein politischer Schachzug, nichts weiter.

Disclaimer: Das ist die Aussage eines Mannes, der schon lange tot ist. Sie kann also nicht überprüft werden und wir müssen uns hier auf den Interviewer verlassen. Wenn dieses Bekenntnis allerdings der Wahrheit entspricht, birgt es einiges an Sprengkraft in sich.

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