Die kleine Dorothee möchte aus dem Neuland abgeholt werden

Dorothee Bär (CSU) hat schon von Flaschen und Scheiben gehört, aber noch nie von Fasern aus Glas.

Wichtiger Hinweis (Spoiler-Alarm): Bevor jemand hier klickt, bitte, bitte alle Getränke aus dem Mund entfernen!

Dorothee Bär (CSU): Niemand will Internetanschlüsse über 100 Mbit/s

Dorothee Bär, parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesverkehrsministerium, sprach mit Golem.de über die Zukunft des Netzausbaus in Deutschland. Als besonders wichtig sehe sie den schnellen Anschluss von Schulen, Krankenhäusern und Gewerbegebieten. „Wenn die Schülerinnen und Schüler erst einmal Erfahrungen mit dem Gigabitnetz gesammelt haben, bin ich guter Hoffnung, dass Privathaushalte sich auch für die schnellen Anschlüsse entscheiden,“ sagt sie.

Der letzte Satz ihrer Erklärung lässt uns mit offenem Mund zurück: „Im Moment haben wir ja das Problem, dass die Telekommunikationsunternehmen auch ihre 100 oder 200 MBit/s-Anschlüsse nicht loswerden.“ Bitte, was?

Quelle: Postillon Giga

Und bitte, kann mich jemand aus diesem Irrenhaus abholen?

Advertisements

Whopper-Neutralität

Die Fastfoot-Kette Burger King erklärt ihren Kunden die Netzneutralität, indem sie einige in dem Glauben lässt, dass sie höhere Preise für eine schnellere Lieferung ihrer Burger zahlen müssen.

Ein eigentlich blöder Vergleich, aber anschaulich erklärt und leider wahr.

Passwort der Woche

Mir fällt vor Lachen gerade kein Text ein:

Der ganze Github-Thread

Die schnellste Werbung gibt es nur mit Firefox Quantum

Seit Mozilla seinen Firefox Quantum-Browser herausgebracht hat, hört man immer wieder, wie unheimlich schnell dieser Browser doch sei. (Es gibt seltsamerweise auch Stimmen, die sagen, Quantum wäre total lahmarschig) Das hat mich nachdenklich gemacht, da eigene Versuche die Aussagen so gar nicht bestätigten. Ich konnte keine Geschwindigkeitsunterschiede zu früheren Versionen feststellen – natürlich von einem rein subjektiven Standpunkt aus. Bis ich einen Artikel bei PCGH las, der das Ganze etwas aufhellt. Dort heißt es:

In Firefox Quantum […] wurde unter anderem ein neuer Trick implementiert, mit dessen Hilfe einige Webseite plötzlich spürbar schneller laden. Das „Tailing“ genannte Feature macht beim Aufrufen Skripte von externen Tracking-Webseiten ausfindig (etwa google-analytics.com) und stellt deren Aufruf um bis zu sechs Sekunden zurück. Es werden somit priorisiert die Inhalte der eigentlichen Webseite geladen und erst nach sechs Sekunden Werbeskripte.

Und da wurde ich erleuchtet. Konnte es sein, dass Firefox genauso schnell bzw. langsam lief wie bisher, weil …ich einen Adblocker installiert habe, der diese ganzen Tracking-Skripte sowieso nicht lädt? Das ist also das große Geheimnis der Schnelligkeit? Der PCGH-Text erklärt auch, warum manche Webseiten langsamer laden. Das „Tailing“ funktioniert (noch?) nicht mit allen Skripten, was das Laden einer Webseite ins unendliche verzögern kann.

Und damit kommen wir zum eigentlichen Sinn des Mozilla-Manövers: Webseiten mit viel Werbung schneller zu laden. Die angebliche „Schnelligkeit“ des Browsers ist nur eine Pseudo-Schnelligkeit, die durch eine trickreiche Programmierung vorgetäuscht wird. „Normale“ Webseiten (ohne Werbung) profitieren in keiner Weise von diesem Feature. Einen Vorteil hat nicht der Nutzer, sondern allein die Werbeindustrie – dank der freundlichen Kooperation von Mozilla.

Es bleibt mir hier nur noch übrig, jedem abzuraten den Firefox-Browser weiterhin zu benutzen.

Das Ende der Realität wie wir sie kennen

Vertraue nicht mehr darauf, was du mit deinen eigenen Augen siehst.

Jeder, der sich Sorgen über die Fähigkeit Künstlicher Intelligenz macht, die Realität nachzuahmen, wird wahrscheinlich an Nvidias neuester Entwicklung interessiert sein: eine KI, die in der Lage ist, perfekt-realistische Fake-Videos zu generieren. Diese KI verwendet einen Algorithmus, der als Generative Adversarial Network (GAN) bezeichnet wird. Ein GAN kann sich „vorstellen“, wie z.B. eine schneebedeckte Version einer Straße aussehen würde, ohne sie jemals wirklich zu sehen oder wie Tag- und Nacht-Versionen der Straße aussehen.

Eine weitverbreitete Anwendung würde unsere Fähigkeit, darauf zu vertrauen, was unsere Augen uns sagen, stark vermindern. Video-Beweise könnten vor Gericht unzulässig und Fake-News noch häufiger werden, da echte Videos von denen, die von der KI generiert werden, nicht mehr unterscheidbar sind.

Im Moment sind die Kapazitäten der KI noch begrenzt, aber in Zukunft sollte man immer alles anzweifeln, was man online sieht.

Hahaha, eine Sicherheitslücke in MacOS

Die britische IT-News-Webseite The Register berichtet über eine schwerwiegende Sicherheitslücke im Apple-Betriebssystem MacOS 10.13, die gerade entdeckt wurde. Das bemerkenswerteste an dem Artikel ist allerdings das Titelbild. Wer sich das hat einfallen lassen, muss ein Spaßvogel ziemlicher sein. Passt hervorragend. 😂

Your favorite website is watching you

Es ist mal wieder an der Zeit auf die Notwendigkeit eines Ad- und Skriptblockers hinzuweisen!

Laut einer Untersuchung der Princeton Universität überwachen viele bekannte Webseiten ihre Besucher mithilfe von sogenannten „Session-Replay“-Scripten. Dabei wird jeder Tastaturanschlag, jede Mausbewegung und sogar Formulareingaben (auch wenn man diese gar nicht absendet) aufgezeichnet. Damit könnten sensible Daten, wie Kreditkarteninformationen oder Passwörter, erfasst werden. Diese Skripte stammen hauptsächlich von Drittanbietern, die somit direkt an die Daten gelangen – die unverschlüsselt übertragen werden.

Auf der Liste der betroffenen Seiten stehen unter anderem WordPress, Microsoft, Samsung, Adobe, Spotify, Reuters, Rottentomatoes, Godaddy, Yandex, HP, T-Mobile, Lenovo, Norton, Logitech, Immobilienscout24, 1und1, Seagate und Epson.

Keylogger überall. 😦

via Vice

Update 22. Nov.: Easylist hat die betreffenden Skripte bereits geblockt. Wenigstens gibt es eine gute Nachricht.

Brave Moo World

Jeder hat mit Sicherheit schon vom „Internet of Things“ gehört. Aber wer kennt das „Internet of Cows“? Nicht lachen, sowas gibt’s wirklich: Kühe in der Cloud.

Das Internet of Cows ist der Oberbegriff von Projekten verschiedener Unternehmen, um jede Kuh des Planeten mit der Cloud zu verbinden. Dadurch wird die Datenerfassung innerhalb der Rinderproduktion und die Effizienz der gesamten Rinderindustrie verbessert. Mithilfe einer Smartphone-App weiß der Landwirt jederzeit, wo die Kuh sich gerade befindet, was sie macht und wie es ihr gesundheitlich geht. Also eine Art Fit-Bit für Kühe.

Nicht nur Menschen müssen rund um die Uhr überwacht werden, auch Kühe.

Bild: Gerd Leonhard (CC BY-SA 2.0)

Cyber der Woche

Wie hackt man Computer-Netzwerke des US-Militärs? Ganz einfach. Man schickt eine Email mit dem Betreff: „Edward Snowden von SEAL Team Six getötet.“

Das US-Militär weiß, wie man erfolgreiche Phishing-Angriffe durchführt. Man hat das an seinen eigenen Leuten getestet – mehr als erfolgreich. Alles was es braucht, ist eine Betreffzeile, die den Empfänger jegliche Vorsicht vergessen lässt, sei er auch noch so in Computersicherheit geschult.

Robert Johnston, ehemaliges Mitglied des U.S Cyber Command und Leiter der Untersuchung des Einbruchs in den Email-Server des Democratic National Committee, hat jetzt sein Schweigen gebrochen und plaudert aus dem Nähkästchen:

He directed the Marine Corps Red Team, which tries to hack into the Corps computers to test its defenses. He was surprised how many well-trained military personnel fell for fake attacks. Right after the Snowden leaks in 2013, he said, the team sent out to 5,000 people inside the military a test: a phishing email, one that tries to trick recipients into clicking on a link, which installs malware. The subject line was: „SEAL team six conducts an operation that kills Edward Snowden.“

„We actually had to shut down the operation,“ he said. „The phishing attack was too successful. The click rate was through the roof.“

Killing Snowden – der feuchte Traum eines jeden *****.

Alexa, feier eine Party ohne mich

Ein Polizeieinsatz wegen nächtlicher Ruhestörung ist eigentlich nichts Ungewöhnliches. Ungewöhnlich ist, dass die Polizei in der menschenleeren Wohnung nur Alexa, die sprachgesteuerte Assistentin von Amazon vorfand – die ohrenbetäubende Musik abspielte:

Amazon hat zu dem Fall bisher keine Stellungnahme abgegeben.