Alltag im Büro

Haben wir nicht alle so einen Kollegen?

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Nein! – Doch! – Ohh!

Der Schenkelklopfer: Nach jahrelanger intensiver Beobachtung Benutzung von Google hat der sächsische Verfassungsschutz festgestellt, dass „es auch unter linken Straftätern inzwischen jede Menge Frauen“ gibt.

Der Verfassungsschutz weiß jetzt, dass er nicht weiß, wie viele Frauen aktiv sind oder ob es mehr geworden sind (oder weniger). Martin Döring, Sprecher des sächsischen Verfassungsschutzes, kann zu alledem „nur mutmaßen“. Was er wirklich kann, ist Tatverdächtige und wirklich Verurteilte zu vermischen, damit die Zahlen größer wirken. Na, ich hoffe er ist sich wenigstens sicher, dass es Frauen sind. 😀

Ausserdem weiß Döring mit an Sicherheit grenzender Warscheinlichkeit, dass „Rechtsextremismus ein ganz klar männlich geprägtes Selbstbild“ hat. Ach so, jetzt geht mir ein Licht auf; Deswegen sind Nazis gegen Feminismus. 💡

Wenn wir den sächsischen Verfassungsschutz nicht hätten!

via MDR

Die Sehnsucht nach schönen Uniformen

Das, was man im Spiegel noch lesen kann (und sollte), sind die Kolumnen von Sibylle Berg. Wie zuletzt über die „freundlichen Neonazis von nebenan“, die

…sich nach einer Zeit sehnen, in der Leute wie sie gefürchtet waren und schöne Uniformen trugen. Die Juden und die ausländischen jungen Männer, angenommene Bedrohung der intellektuellen und körperlichen Potenz, die Frauen, die unverständlich geworden sind, der eigene empfundene Wert, der so geschrumpft ist.

„Früher war alles besser“™ ist keine Lösung, wenn einem als Antwort auf komplizierte Fragen nur dumpfer Populismus und Nationalismus einfällt.

Wir bauen (k)ein Mahnmal für Bernd

Aktualisiert 23. November @ 01:45

Hier befand sich bisher ein Hinweis auf die Aktion „Bau das Holocaust-Mahnmal vor Höckes Haus“ des Zentrums für Politische Schönheit (ZPS). Was auf den ersten Blick nach einer guten Idee aussah entpuppt sich mittlerweile, meiner Meinung (und der Meinung anderer) nach als ziemlicher Fail.

Ich will nicht soweit gehen und von Nötigung oder Erpressung sprechen, da nicht wirklich klar ist, wie ernst die „Drohung“ des ZPS gegen Höcke gemeint ist, man wolle „Dossiers“ über ihn veröffentlichen, wenn er keinen Kniefall vor dem Mahnmal macht. Mir geht es um andere Details. Zum Beispiel um die Aussage des ZPS, bei der Aktion handele es sich um „die aufwendigste Langzeitbeobachtung des Rechtsradikalismus in Deutschland“. Dazu empfehle ich den wirklich guten und kritischen Kommentar von Caroline von Lowtzow vom Zündfunk, vor allem die beiden letzten Absätze.

Von Lowtzow schreibt in Bezug auf die obige Aussage:

Das ist nun wirklich eine Frechheit und eine Missachtung der Arbeit all derer, die sich nicht nur ein paar Wochen mit dem Thema Rechtsradikalismus in Thüringen befassen, sondern sich seit Jahrzehnten der Aufklärung und dem bürgerschaftlichen Engagement dagegen verschreiben haben.

Ja, da muss ich ihr zustimmen. Die Aktionen des Zentrums für Politische Schönheit waren zwar schon immer kontrovers, allerdings fragt sich nicht nur die Zündfunk-Autorin (sondern auch ich), was die eigentlichen Intentionen des ZPS sind. Ist es der Wunsch nach Aufklärung über Rechtsextremismus oder nur der Wunsch sich im Rampenlicht zu sonnen?

Solange diese offenen Fragen nicht hinreichend geklärt sind, bleibt nur die Empfehlung, Abstand zu nehmen.

Das Internet hat gesprochen

Lernen es manche Leute eigentlich nie, warum man keine Internet-Umfragen durchführen sollte?

Die Stadtverwaltung von Doncaster, England hat gefragt, wie deren neue Schneeräumfahrzeuge heißen sollen und die User haben geantwortet:

Und hier sind „David Plowie“ und „Gritsy Bitsy Teeny Weeny Yellow Anti-Slip Machiney“ (v.l.n.r):

Bild: Doncaster Council

Die Vorschläge Rule Grittania, Basil Salty, Grit Van Dyke und Spready Mercury haben es leider nicht geschafft. 😀

Buchtipp: Ein deutsches Mädchen

Heidi Benneckenstein ist in einer Neonazi-Familie aufgewachsen. In ihrem Buch berichtet sie, wie ihr trotzdem der Ausstieg aus der Szene gelang.

„Bis ich 18 war, kannte ich nur Nazis“, schreibt Benneckenstein. „Ich wurde von ihnen erzogen und aufs Leben vorbereitet. Ich wurde von ihnen geschlagen und drangsaliert, gelobt und belohnt.“ Ihr karges Kinderzimmer kommt ihr damals vor wie eine Gefängniszelle, ihre Kindheit ist bestimmt von Verboten. Sie muss Dirndl tragen, Jeans und T-Shirt sind genauso tabu wie Coca-Cola, McDonalds und alles vermeintlich Amerikanische. „Eigentlich war ich alles, nur nicht glücklich. Nie fühlte ich mich geborgen oder aufgehoben.“ Sie lebt in einer Welt, in der es nicht „Handy“ sondern „Handtelefon“ heißt, in der Knoblauch als „orientalisches Gewürz“ verboten ist, in der Juden verachtet werden und in der der Holocaust als „Lüge“ gilt.

Quelle: Berliner Zeitung

Kein Kind sollte jemals so etwas durchmachen müssen. Nie wieder sollte so etwas salonfähig werden.

Ein deutsches Mädchen: Mein Leben in einer Neonazi-Familie bei Amazon

Aus dem Bodensatz der Geschichte neu hochgespült von der AfD

Der AfD-Politiker Carsten Härle ist ein echter Held. Wie er sich mutig auf eine 15-jährige wirft, völlig ohne Angst um sein Leben, um unsere Werte zu verteidigen.

Es gibt hier nichts zu sehen, bitte gehen sie weiter

Sowas gibt es wahrscheinlich nur in Premnitz (Havelland): Da malt jemand ein Hakenkreuz auf die Straße und keiner merkt es.

Ein Einwohner der Stadt hatte Bürgermeister Ralf Tebling (SPD) schon vor einigen Tagen darauf angesprochen. Wie er auf Nachfrage dieser Zeitung sagte, sei er selbst unmittelbar nach der Information durch den Bürger in der Friedrich-Engels-Straße gewesen, habe aber das benannte Symbol nicht gesehen. Er habe dann einen Mitarbeiter der Ordnungsbehörde seines Hauses gebeten, dem geäußerten Verdacht noch einmal nachzugehen, und eine Beschäftigte der Verwaltung, deren Arbeitsweg über die Friedrich-Engels-Straße führt, ersucht, nach einem Hakenkreuz zu schauen. Auch für diese beiden sei nichts zu sehen gewesen.

Na gut, das Zeichen war nur „drei bis vier Meter“ groß. Das kann man schon mal übersehen.

via Märkische Allgemeine

Paradise Papers – BILD hat die Fakten

Die BLÖD schreibt, wie immer tiefgründig und fundiert: „Hey, bevor ihr auf die armen Milliardäre schimpft, schaut doch erst mal bei euch selbst.“

Genau meine Meinung. Es ist wirklich schlimm mit den ganzen „kleinen Leuten“, die durch ihre „Gier(*)“ und „egoistischen Motive(*)“ den Staat bis zu 40 Mrd. Euro kosten – das ist hochkriminell. Dagegen ist die „angebliche(*)“ Steuervermeidung der Großkonzerne und Superreichen häufig ganz LEGAL(*).

PS: Und in der Welt wird erklärt, warum wir Steueroasen brauchen.

(*) = O-Ton KOTZ

Fragen, die sich mir stellen

Wo sind die ganzen Leute, die auf Facebook so überzeugt den Fake geteilt haben, dass Asylbewerber vom Staat 700 Euro „Weihnachtsgeld“ bekommen jetzt mit ihrer Empörung über die Enthüllungen der Paradise Papers?

Darin steht, dass Unternehmen und Superreiche 7,9 Billionen Euro in Offshore-Konten bunkern. Davon könnte man jedem Menschen auf der Welt 700 Euro Weihnachtsgeld geben und hätte noch 2,7 Billionen Euro übrig.

Und das ist kein Fake.

Original von Volksverpetzer, revidiert von D2K