Highlife in Colorado

Erinnert sich jemand noch an die Trinkwasserkrise im US-Städtchen Flint, als die Stadtverwaltung versuchte, die Verunreinigung des Wassers durch Blei eineinhalb Jahre lang zu vertuschen?

In Hugo im Bundesstaat Colorado gibt es jetzt einen ähnlichen Fall. Aber, anders als in Flint, ermitteln die Behörden mit Hochdruck, um den Verursacher zu finden. Den Bürgern wird ausserdem unverzüglich frisches Wasser zur Verfügung gestellt. Denn, der Stoff, den man dort im Wasser gefunden hat, ist weitaus gefährlicher, als dieses harmlose Blei:

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via Lincoln County Sheriff’s Office @Twitter

Schön, das es noch Städte gibt, denen das Wohl ihrer Bürger am Herzen liegt. Gar nicht auszudenken, was aus Hugo geworden wäre, hätten die Bewohner über einen längeren Zeitraum dieses verseuchte Wasser getrunken – Amerikas fröhlichste Stadt?

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Stuttgart 21: Planänderung

Ein Architekt will den bestgeplanten Tiefbahnhof erneut verändern:

Auch nach der 6. Planänderung und dem Beginn der ersten Betonierarbeiten für ihren Tiefbahnhof im Schlossgarten sieht die Bahn noch Verbesserungsbedarf. Mit der nächsten Umplanung sollen die erst im April 2015 je paarweise auf den vier Bahnsteigen platzierten Fluchttreppenhäuser an die beiden Bahnhofsenden geschoben werden

…und irgendwann werden alle erkennen, dass aus S21 ein ganz normaler oberirdischer Bahnhof geworden ist:

Die mit einer Grasschicht kaschierte Betondecke des Tiefbahnhofs, die sich als etwa fünf Meter hoher Wall vom Bahnhofsturm bis zur Willy-Brandt-Straße durch den Schlossgarten zieht, könnte nach Eggerts Plänen ebenfalls gekappt werden.

Kann man sich gar nicht ausdenken, sowas. :facepalm:

Lass dir doch mal wieder auf’s Gesicht scheißen

Ein japanisches Wellness-Center in Dubai bietet Vogelkot-Behandlungen für eine schimmernde, gesunde Gesichtsfarbe.

Dazu muss man aber nicht extra nach Dubai fliegen, geh‘ einfach in den Park und guck nach oben.

The biggest „Big Pharma“ asshole ever

Heute reblogge ich ausnahmsweise Wil Wheaton. Er hat ein paar nette Worte über einen Hegdefonds-Manager (auch als Heuschrecken bekannt) geschrieben, der ein pharmazeutisches Unternehmen aufgekauft und dann den Preis für ein Medikament gegen Toxoplasmose um 5000% (fünftausend!) verteuert hat. Das Medikament ist lebenswichtig für Patienten, die an Krankheiten leiden, die das Immunsystem schwächen, wie z. B. HIV:

Martin-Shkreli

This is Martin Shkreli. He’s a despicable piece of shit.

Why? You ask?

Well:

Specialists in infectious disease are protesting a gigantic overnight increase in the price of a 62-year-old drug that is the standard of care for treating a life-threatening parasitic infection.

The drug, called Daraprim, was acquired in August by Turing Pharmaceuticals, a start-up run by a former hedge fund manager. Turing immediately raised the price to $750 a tablet from $13.50, bringing the annual cost of treatment for some patients to hundreds of thousands of dollars.

[…]

„This isn’t the greedy drug company trying to gouge patients, it is us trying to stay in business,“ Mr. Shkreli said. He said that many patients use the drug for far less than a year and that the price was now more in line with those of other drugs for rare diseases.

„This is still one of the smallest pharmaceutical products in the world,“ he said. „It really doesn’t make sense to get any criticism for this.“

[…]

Yeah, nobody really uses this drug, so he’s totally doing a great thing! Oh, except for:

Turing’s price increase could bring sales to tens or even hundreds of millions of dollars a year if use remains constant. Medicaid and certain hospitals will be able to get the drug inexpensively under federal rules for discounts and rebates. But private insurers, Medicare and hospitalized patients would have to pay an amount closer to the list price.

Well, this is probably just a one time thing. I mean, he’s only 32 and … oh.

In 2011, Mr. Shkreli started Retrophin, which also acquired old neglected drugs and sharply raised their prices. Retrophin’s board fired Mr. Shkreli a year ago. Last month, it filed a complaint in Federal District Court in Manhattan, accusing him of using Retrophin as a personal piggy bank to pay back angry investors in his hedge fund.

This is what happens when a country like America allows something as fundamental as the health of the human beings who live in this country to be a thing that shitbags like Martin Shkreli can use to get rich. This is disgusting, and wrong, and nothing will be done to stop this because PROFITS.

(via Drug Goes From $13.50 a Tablet to $750, Overnight – The New York Times)

via Wil Wheaton

Jugend-Rebellion der Woche

Die sechzehnjährige Tochter von Impfgegnern aus Ontario, Kanada hat ihr Taschengeld, dass sie mit Babysitten verdient hat, genutzt, um sich heimlich impfen zu lassen. Die Eltern sind „not amused“ und wollen Ärzte und Klinik verklagen:

None of my children are vaccinated. Totally by accident I came to find out that my oldest daughter has been fully vaccinated (Tetanus, diphtheria, pertussis, polio, measles, mumps, rubella, hep a and b, menengitis a and b and hpv) without mine or my husband’s knowledge or consent. In Ontario we have socialized medicine and publicly funded vaccines. She admitted she went to clinics run for school aged children run by our local health public health unit to get her shots and also got a few at a local walk in clinic that are not yet publicly funded paid for with her babysitting money. When I called public health and the clinic to complain they both said that because she is age 16 they cannot release any information to me – and I’m her mother! My husband and are livid that she was vaccinated without our consent. What kind of action can we take against public health and the clinic for vaccinating a child without parental consent? Do we have a case for a lawsuit?

Die Eltern sollten stolz sein, eine so verantwortungsvolle und vernünftige Tochter zu haben. 🙂

Bild: Anthony Kelly/Flickr (CC-BY 2.0)
Bild: Anthony Kelly/Flickr (CC-BY 2.0)

Die wahre Geschichte hinter Kellogg’s Cornflakes

Jeden Morgen steht eine Schüssel mit Cornflakes auf deinem Tisch, aber die wenigsten kennen die gruseligen Hintergründe ihrer Entstehung. Cornflakes wurden von John Harvey Kellogg (1852-1943), einem religiösem Fanatiker, Rassisten und Befürworter der Beschneidung kleiner Jungen, erfunden. Sie waren Teil eines Plans um Masturbation und sexuelle Zügellosigkeit zu unterbinden.

Kellogg dachte, dass Masturbation das schlimmste Übel war, das jemand begehen konnte; er bezeichnete es oft als „Selbst-Missbrauch“. Er war einer der Führer der Anti-Masturbations-Bewegung und förderte extreme Maßnahmen um Masturbation zu verhindern. Außerdem dachte Kellogg, dass die Ernährung eine große Rolle bei der Masturbation spielte und eine Schonkost die Erregbarkeit verringern und Masturbation verhindern würde. So erfand Kellogg Cornflakes Frühstücksflocken im Jahre 1878. Er hoffte, dass die allmorgentliche Ernährung von Kindern mit diesem einfachen Müsli dazu beitragen würde, die Triebe des „Selbst-Missbrauchs“ zu bekämpfen. –aus Wikipedia

Also, mal ehrlich, das Zeug wirkt überhaupt nicht. Ich will mein Geld zurück.

Beweis: Monsantos Pestizide sind ungefährlich

Der französische Fernsehsender Canal+ führte vor kurzem ein Interview mit Dr. Patrick Moore für einen kommenden Dokumentarfilm. Dr. Moore, der behauptet, Umweltaktivist zu sein, erklärte dem Interviewer, dass Monsantos Unkrautvernichtungsmittel Roundup nicht für explodierende Krebsraten in Argentinien verantwortlich sei.

„Man kann einen ganzen Liter Roundup trinken, ohne dass es schadet,“ sagt Moore. Als der Interviewer ihm ein Glas anbietet, trinkt Moore verständlicherweise nicht davon. Er ist ja schliesslich kein Idiot und weiß, dass es ihm nicht schadet. Und ausserdem sollte Moore von diesem „Volltrottel“ von Moderator ursprünglich zu einem ganz anderen Thema interviewt werden.

So kann man einen hochgeschätzten Experten doch nicht behandeln.

PS: Meine Interpretation des Interviews könnte fehlerhaft sein. 😉

via Extrait: Bientôt dans vos assiettes… – Interview de Patrick Moore

Smartphones machen dick

smartphones

… und Computer, Spielekonsolen und Fernseher auch. Vielleicht.

Elektronische Geräte enthalten Chips mit Branschutzadditiven zur Kühlung, damit diese Chips nicht überhitzen. Forscher der Universität von Houston haben jetzt herausgefunden, dass diese weitverbreiteten Chemikalien möglicherweise mit vermehrt vorkommender Fettleibigkeit in Verbindung stehen.

Die fraglichen Verbindungen Tetrabrombisphenol A (TBBPA) und Tetrachlorbisphenol A (TCBPA) können aus den Bauteilen austreten und sich über Staubpartikel in der Atemluft verbreiten. Sie sind eine Form von Bisphenol-A (BPA), einer allgegenwärtigen Chemikalie, die auch in Lebensmittelverpackungen und Kunststoffwasserflaschen verwendet wird und bereits mit Fettleibigkeit und Stoffwechselstörungen in Verbindung gebracht wurde.

Es könnte natürlich auch sein, dass Menschen dicker werden, weil sie den ganzen Tag vor ihrem Display hocken und deshalb unter Bewegungsmangel leiden.

Bild: Phil Campbell, Creative Commons

Feinschmecker der Woche

Offensichtlich essen Leute alles, solange sie glauben es wäre biologisch angebaut.

Um das zu testen hat LiveHunters TV eine Ernährungsmesse im holländischen Houten besucht und den anwesenden Fachleuten ein paar exquisite Probierhäppchen angeboten, die in Wirklichkeit nur aufbereitete Snacks von McDonalds waren. Die meisten Messebesucher kommen aus der gehobenen Restaurantbranche und sollten eigentlich herausschmecken was ihnen da vorgesetzt wird. Eigentlich!

…oder McDonalds ist nicht so übel, wie immer behauptet wird. 🙂

Das Video ist auf holländisch. Für englische Untertitel [CC] klicken.

Ein guter Grund nicht vegan zu essen

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via das vegan magazin