Das Ende der Realität wie wir sie kennen

Vertraue nicht mehr darauf, was du mit deinen eigenen Augen siehst.

Jeder, der sich Sorgen über die Fähigkeit Künstlicher Intelligenz macht, die Realität nachzuahmen, wird wahrscheinlich an Nvidias neuester Entwicklung interessiert sein: eine KI, die in der Lage ist, perfekt-realistische Fake-Videos zu generieren. Diese KI verwendet einen Algorithmus, der als Generative Adversarial Network (GAN) bezeichnet wird. Ein GAN kann sich „vorstellen“, wie z.B. eine schneebedeckte Version einer Straße aussehen würde, ohne sie jemals wirklich zu sehen oder wie Tag- und Nacht-Versionen der Straße aussehen.

Eine weitverbreitete Anwendung würde unsere Fähigkeit, darauf zu vertrauen, was unsere Augen uns sagen, stark vermindern. Video-Beweise könnten vor Gericht unzulässig und Fake-News noch häufiger werden, da echte Videos von denen, die von der KI generiert werden, nicht mehr unterscheidbar sind.

Im Moment sind die Kapazitäten der KI noch begrenzt, aber in Zukunft sollte man immer alles anzweifeln, was man online sieht.

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Der nächste Schritt auf dem Weg zum menschlichen Evolutionsende: Ninja Robots

Holy shit. Kann ein T-800 DAS?

Was mir wirklich Sorgen macht, ist ja die Siegerpose am Schluss. O_o

Please welcome our new Rat Overlords

US-amerikanischen Wissenschaftlern ist es mithilfe der Stammzellenforschung gelungen, menschliche Gehirnzellen – sogenannte Organoids – in Laborratten zu implantieren. Was soll da schon schiefgehen:

One of the major concerns in the mini-brain scenario is that these organoids could grow to more advanced levels within lab animals, making the debate about mini-brain consciousness much more urgent.

Wir können nur hoffen, dass die Ratten nicht „menschlich“ werden und uns so unbarmherzig ausrotten, wie wir sie ausrotten.

Smart City is watching you

Demnächst auch in deiner Stadt: Eine künstliche Intelligenz (KI) überwacht jedes gerade stattfindende Ereignis mit Hilfe von tausenden, zehntausenden Kameras. Sie kann auf Verkehrsstaus und Unfälle, Diebstähle bis hin zu jeder Bewegung der Einwohner in Echtzeit reagieren.

Seit einem Jahr ist dieses Szenario bereits Realität – in der 9-Mio. Einwohner Stadt Hangzhou, China. City Brain, ein Gemeinschaftsprojekt der Tech-Unternehmen Alibaba und Foxconn, nutzt „Big Data“ um der Stadt zu helfen zu „denken“ und Entscheidungen zu treffen. Um das Leben in Hangzhou zu „optimieren“, überwacht das System einfach alles: Jede Verkehrsstörung und jedes Verbrechen, jede Auto- oder Busfahrt, jeder Einkauf und jede Begegnung der Bewohner wird in der KI-Datenbank gespeichert.

Nach dem erfolgreichen Testlauf ist man nun für eine Ausweitung auf andere (nicht nur chinesische) Städte bereit.

Dafür ist Alibaba eine Partnerschaft mit NVIDIA, allgemein als Hersteller von Grafikchips bekannt, eingegangen. NVIDIA arbeitete bisher an der Entwicklung einer eigenen Plattform für KI-Städte namens Metropolis. Nun will man von den jeweiligen Erfahrungen profitieren und bis 2020 mehr als eine Milliarde Kameras installiert haben – weltweit.

Der Alibaba-Manager Xian-Sheng Hua sagte auf der World Summit AI-Konferenz: „In China haben wir weniger Bedenken in Sachen Privatsphäre, deswegen kommen wir schneller voran.“ In Deutschland und Europa kommt man zwar langsamer voran, aber im Ergebnis bleibt es sich gleich – es kommt. Die Grundvoraussetzungen dafür existieren längst.

Wir haben ein Plastik-Problem

Stell dir 80 Millionen Blauwale vor. Oder stell dir 1 Milliarde Elefanten vor. Diese Tiere wiegen zusammen 8,3 Milliarden Tonnen. DAS ist genau die Menge an Plastik, die die Menschheit produziert hat seit die Massenproduktion von synthetischen Materialien in den frühen 1950er Jahren begann. Und nur ein geringer Anteil Plastik wird dem Recycling zugeführt. Der Großteil des Materials (6,5 Mrd Tonnen) befindet sich heute auf Deponien oder einfach in der freien Natur. Das wird sich in Zukunft auch nicht verbessern. Im Jahre 2050 wird die Menge an Kunststoffen, die die Landschaft zumüllen, voraussichtlich 12 Mrd. Tonnen erreichen. Das sind die Ergebnisse der ersten globalen Analyse der Produktion, Verwendung und des Verbleibs aller Kunststoffe, die je hergestellt wurden.

Eine Übersicht der Studie zeigt die folgende Grafik:

Bild: Janet A. Beckley/University of Georgia

Eine andere Meldung ergänzt dazu, dass es 2050 mehr Plastik als Fisch in den Ozeanen geben wird. Da fällt mir nur noch dieses alte Sprichwort ein, dass da lautet: „Irgendwann werdet ihr feststellen, dass man Plastik nicht essen kann.“

Computer, wie wir sie heute kennen, gehören bald der Vergangenheit an

Forscher an den britischen Universitäten von Sussex und Swansea haben elektrische Ladungen angewendet, um flüssiges Metall in 2D-Formen wie Buchstaben und ein Herz zu bringen. Das Team sagt, dass die Ergebnisse eine „vielversprechende“ neue Klasse von Materialien darstellen, die programmiert werden können, um die Form nahtlos zu verändern. Das eröffnet neue Möglichkeiten in „Soft Robotics“ und Formwechsel-Displays, so die Forscher.

Die Forschung befindet sich zwar noch im Frühstadium, doch ein langfristiges Ziel der Wissenschaftler besteht darin, die physische Form, das Aussehen und die Funktionalität eines Objekts durch digitale Steuerung zu verändern, um intelligente Objekte zu erzeugen, die die Funktionalität eines heutigen Displays oder Roboters übersteigen.

Intelligente Roboter aus Flüssigmetall? Hmm, an was erinnert mich das nur? Moment noch, gleich komm‘ ich drauf…

via University of Sussex

In den Tiefen des Ozeans lauern die Hydrobots auf dich

Wer Terminator: Die Erlösung gesehen hat, dem werden jetzt vielleicht die Haare zu Berge stehen:

Das Design könnte glattweg von Skynet erdacht worden sein. Offiziell sollen die „Eel Robots“ nur für Wartungsarbeiten eingesetzt werden, aber man weiß ja nie.

Die Zukunft ist ein Alptraum

Margaret Atwood schrieb 1985 The Handmaid’s Tale, ein Buch über eine dystopische Zukunft, in der ein ultra-konservatives Regime die Macht in den USA übernimmt. Die in Kürze erscheinende TV-Adaption kommt genau zur „richtigen“ Zeit.

Wir sehen die Hauptprotagonistin Offred (Elisabeth Moss) mit anderen Frauen bei einer Demonstration gegen das Regime (dann in Panik davonlaufen, als auf sie geschossen wird), wie ihr und ihren Kolleginnen die Jobs und Bankkonten gekündigt und sie von Bewaffneten abgeführt werden.

„When they slaughtered Congress, we didn’t wake up. When they blamed terrorists and suspended the Constitution, we didn’t wake up then either. Now I’m awake,“ hören wir sie sagen.

Man kann ja nie wissen…

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Für den wirklich ganz, ganz, ganz unwahrscheinlichen Fall, dass irgendwann, in einer äußerst fernen Zukunft, ein Asteroid auf der Erde einschlägt, hat die US-Regierung schon mal einen Notfallplan für die kommende Apokalypse herausgegeben.

Quelle: National Near-Earth Object Preparedness Strategy

Stell dir vor, es ist Demokratie und allen ist’s egal

Man könnte auch sagen: Stell dir vor, es ist Diktatur und allen ist’s egal. Denn die Anzahl derer, die das „essentielle Bedürfnis“ haben in einer Demokratie zu leben (einhergehend mit Politikverdrosenheit) nimmt immer weiter ab, vor allen unter den Jüngeren.

Die Bürger der etablierten westlichen Demokratien sind weniger zufrieden mit ihren Regierungen, als sie zu irgendeinem früheren Zeitpunkt waren. Die meisten Meinungsforscher haben dies bisher als Zeichen der Unzufriedenheit mit bestimmten Regierungen und nicht mit dem politischen System als Ganzes interpretiert. Ausgehend von den Daten der jüngsten Meinungsumfragen kann man aber davon ausgehen, dass diese optimistische Interpretation nicht mehr plausibel ist. Breitangelegte Untersuchungen in den Staaten Nordamerikas und Westeuropas zeigen, dass die Bürger entwickelter Demokratien deutlich weniger zufrieden mit ihrer Regierungsform und überraschenderweise offen für nicht-demokratische Alternativen sind. Eine besorgniserregende Loslösung von demokratischen Strukturen ist entstanden. Sollte dieses Phänomen sich noch weiter verbreiten, könnte das die Stabilität scheinbar konsolidierter Demokratien in Frage stellen.

Grafik: Yascha Mounk and Roberto Stefan Foa, "The Signs of Democratic Deconsolidation," Journal of Democracy
Grafik: Yascha Mounk and Roberto Stefan Foa, „The Signs of Democratic Deconsolidation,“ Journal of Democracy

Ist es Pragmatismus, Resignation? Ist einem das eigene Wohlergehen wichtiger als das Wohl der anderen oder ist es die Erkenntnis, dass das, was wir gegenwärtig als Demokratie bezeichnen, nicht mehr das ist, was es einst war? Die Unzufriedenheit mit der politischen Klasse?

via New York Times