In den Tiefen des Ozeans lauern die Hydrobots auf dich

Wer Terminator: Die Erlösung gesehen hat, dem werden jetzt vielleicht die Haare zu Berge stehen:

Das Design könnte glattweg von Skynet erdacht worden sein. Offiziell sollen die „Eel Robots“ nur für Wartungsarbeiten eingesetzt werden, aber man weiß ja nie.

Die Zukunft ist ein Alptraum

Margaret Atwood schrieb 1985 The Handmaid’s Tale, ein Buch über eine dystopische Zukunft, in der ein ultra-konservatives Regime die Macht in den USA übernimmt. Die in Kürze erscheinende TV-Adaption kommt genau zur „richtigen“ Zeit.

Wir sehen die Hauptprotagonistin Offred (Elisabeth Moss) mit anderen Frauen bei einer Demonstration gegen das Regime (dann in Panik davonlaufen, als auf sie geschossen wird), wie ihr und ihren Kolleginnen die Jobs und Bankkonten gekündigt und sie von Bewaffneten abgeführt werden.

„When they slaughtered Congress, we didn’t wake up. When they blamed terrorists and suspended the Constitution, we didn’t wake up then either. Now I’m awake,“ hören wir sie sagen.

Man kann ja nie wissen…

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Für den wirklich ganz, ganz, ganz unwahrscheinlichen Fall, dass irgendwann, in einer äußerst fernen Zukunft, ein Asteroid auf der Erde einschlägt, hat die US-Regierung schon mal einen Notfallplan für die kommende Apokalypse herausgegeben.

Quelle: National Near-Earth Object Preparedness Strategy

Stell dir vor, es ist Demokratie und allen ist’s egal

Man könnte auch sagen: Stell dir vor, es ist Diktatur und allen ist’s egal. Denn die Anzahl derer, die das „essentielle Bedürfnis“ haben in einer Demokratie zu leben (einhergehend mit Politikverdrosenheit) nimmt immer weiter ab, vor allen unter den Jüngeren.

Die Bürger der etablierten westlichen Demokratien sind weniger zufrieden mit ihren Regierungen, als sie zu irgendeinem früheren Zeitpunkt waren. Die meisten Meinungsforscher haben dies bisher als Zeichen der Unzufriedenheit mit bestimmten Regierungen und nicht mit dem politischen System als Ganzes interpretiert. Ausgehend von den Daten der jüngsten Meinungsumfragen kann man aber davon ausgehen, dass diese optimistische Interpretation nicht mehr plausibel ist. Breitangelegte Untersuchungen in den Staaten Nordamerikas und Westeuropas zeigen, dass die Bürger entwickelter Demokratien deutlich weniger zufrieden mit ihrer Regierungsform und überraschenderweise offen für nicht-demokratische Alternativen sind. Eine besorgniserregende Loslösung von demokratischen Strukturen ist entstanden. Sollte dieses Phänomen sich noch weiter verbreiten, könnte das die Stabilität scheinbar konsolidierter Demokratien in Frage stellen.

Grafik: Yascha Mounk and Roberto Stefan Foa, "The Signs of Democratic Deconsolidation," Journal of Democracy
Grafik: Yascha Mounk and Roberto Stefan Foa, „The Signs of Democratic Deconsolidation,“ Journal of Democracy

Ist es Pragmatismus, Resignation? Ist einem das eigene Wohlergehen wichtiger als das Wohl der anderen oder ist es die Erkenntnis, dass das, was wir gegenwärtig als Demokratie bezeichnen, nicht mehr das ist, was es einst war? Die Unzufriedenheit mit der politischen Klasse?

via New York Times

Phase IV

Und so beginnt es…

Die Forscher fanden heraus, dass die auf den Fidschi-Inseln lebenden Ameisen Samen von sechs Arten von Kaffeegewächsen (Rubiaceae) in Baumrinde pflanzen. In Schichten bewachen Arbeiterinnen dann Tag und Nacht die jungen Pflanzen und düngen sie mit ihrem Kot und Urin. Über die landwirtschaftlich versierten Tiere der Art Philidris nagasau berichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift „Nature Plants“.

„Das ist vorher noch nie gefunden worden, dass eine Ameise so hoch spezialisiert ihre zukünftige Wohnung und ihre zukünftigen Zuckerlieferanten anbaut.“

Und als nächstes fangen die Ameisen an, Türme zu bauen. 😯

Stuttgart 21: Planänderung

Ein Architekt will den bestgeplanten Tiefbahnhof erneut verändern:

Auch nach der 6. Planänderung und dem Beginn der ersten Betonierarbeiten für ihren Tiefbahnhof im Schlossgarten sieht die Bahn noch Verbesserungsbedarf. Mit der nächsten Umplanung sollen die erst im April 2015 je paarweise auf den vier Bahnsteigen platzierten Fluchttreppenhäuser an die beiden Bahnhofsenden geschoben werden

…und irgendwann werden alle erkennen, dass aus S21 ein ganz normaler oberirdischer Bahnhof geworden ist:

Die mit einer Grasschicht kaschierte Betondecke des Tiefbahnhofs, die sich als etwa fünf Meter hoher Wall vom Bahnhofsturm bis zur Willy-Brandt-Straße durch den Schlossgarten zieht, könnte nach Eggerts Plänen ebenfalls gekappt werden.

Kann man sich gar nicht ausdenken, sowas. :facepalm:

Stopp Killer-Robots

CIWS (close-in weapons system), Bild: U.S. Navy/flickr, CC-BY 2.0
Phalanx CIWS (close-in weapons system), Bild: U.S. Navy/flickr, CC-BY 2.0

Mehr als 1000 Wissenschaftler fordern in einem offenen Brief ein Verbot von autonomen Waffensystemen – Maschinen die fähig sind, ohne menschliche Interaktion zu töten – um ein nahezu unvermeidbares globales Wettrüsten zu verhindern. Der Brief wurde während der International Joint Conferences on Artificial Intelligence (IJCAI) in Buenos Aires präsentiert. Unter den Unterzeichnern sind der Physiker Prof. Stephen Hawking, Tesla-Chef Elon Musk und Apple Co-Gründer Steve Wozniak.

Der Offene Brief im Wortlaut:

Autonomous Weapons: an Open Letter from AI & Robotics Researchers

Autonomous weapons select and engage targets without human intervention. They might include, for example, armed quadcopters that can search for and eliminate people meeting certain pre-defined criteria, but do not include cruise missiles or remotely piloted drones for which humans make all targeting decisions. Artificial Intelligence (AI) technology has reached a point where the deployment of such systems is — practically if not legally — feasible within years, not decades, and the stakes are high: autonomous weapons have been described as the third revolution in warfare, after gunpowder and nuclear arms.

Many arguments have been made for and against autonomous weapons, for example that replacing human soldiers by machines is good by reducing casualties for the owner but bad by thereby lowering the threshold for going to battle. The key question for humanity today is whether to start a global AI arms race or to prevent it from starting. If any major military power pushes ahead with AI weapon development, a global arms race is virtually inevitable, and the endpoint of this technological trajectory is obvious: autonomous weapons will become the Kalashnikovs of tomorrow. Unlike nuclear weapons, they require no costly or hard-to-obtain raw materials, so they will become ubiquitous and cheap for all significant military powers to mass-produce. It will only be a matter of time until they appear on the black market and in the hands of terrorists, dictators wishing to better control their populace, warlords wishing to perpetrate ethnic cleansing, etc. Autonomous weapons are ideal for tasks such as assassinations, destabilizing nations, subduing populations and selectively killing a particular ethnic group. We therefore believe that a military AI arms race would not be beneficial for humanity. There are many ways in which AI can make battlefields safer for humans, especially civilians, without creating new tools for killing people.

Just as most chemists and biologists have no interest in building chemical or biological weapons, most AI researchers have no interest in building AI weapons — and do not want others to tarnish their field by doing so, potentially creating a major public backlash against AI that curtails its future societal benefits. Indeed, chemists and biologists have broadly supported international agreements that have successfully prohibited chemical and biological weapons, just as most physicists supported the treaties banning space-based nuclear weapons and blinding laser weapons.

In summary, we believe that AI has great potential to benefit humanity in many ways, and that the goal of the field should be to do so. Starting a military AI arms race is a bad idea, and should be prevented by a ban on offensive autonomous weapons beyond meaningful human control.

Die Befürworter von autonomen Waffen sagen, die Maschinen wären nützlich bei der Verringerung militärischer Opfer auf dem Schlachtfeld. Die Autoren des Briefes halten dem aber entgegen, dass damit die Hemmschwelle für bewaffnete Konflikte gesenkt würde – häufigere Schlachten und einen größeren Verlust in der Zivilbevölkerung riskierend.

Während vollständig autonome Waffen bisher nicht existieren – ihre Prototypen, wie das US-amerikanische Phalanx CIWS und der israelische „Iron Dome“, werden bereits eingesetzt.

via Future of Life Institute

Debtocracy

Debtocracy (Herrschaft der Schulden) ist ein Dokumentarfilm auf der Suche nach den wahren Ursachen der Griechenland-Krise und möglichen Lösungen.

Daneben geschossen

Vor fast 20 Jahren wurde das Sturmgewehr G36 als Standardwaffe der Bundeswehr eingeführt. Und jetzt hat die Bundeswehr gemerkt, dass die Gewehre nicht geradeaus schiessen:

Nach monatelanger Untersuchung hat die Bundeswehr massive Probleme bei der Treffsicherheit ihres Standardgewehrs G36 festgestellt. „Das G36 hat offenbar ein Präzisionsproblem bei hohen Temperaturen, aber auch im heißgeschossenen Zustand“, erklärte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen.

Hey, das ist doch ein Vorbild für zukünftige Waffenmodelle. Keiner trifft und niemand wird mehr getötet.

Fliegst du schon oder planst du noch?

Das Zitat der Woche kommt von Vince Ebert:

1961 verkündete John F. Kennedy: „Innerhalb dieser Dekade fliegen wir auf den Mond!“ Und 8 Jahre später haben die das gemacht. Heute sitzen in Deutschland in jedem Mini-Projekt 20 Controller und 50 Juristen, die jedes mögliche Risiko prüfen. Und eine Gleichstellungsbeauftragte sorgt dafür, dass das alles politisch korrekt zugeht. Und so fliegst Du eben nicht auf den Mond. So fliegst Du noch nicht mal von Berlin irgendwohin.

Viel wahr. 🙂