Mond-Mission

Offiziell: US-Präsident Trump will Amerikaner wieder auf den Mond schießen.

Inoffiziell: Trump fliegt als erster.

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Nein! – Doch! – Ohh!

Der Schenkelklopfer: Nach jahrelanger intensiver Beobachtung Benutzung von Google hat der sächsische Verfassungsschutz festgestellt, dass „es auch unter linken Straftätern inzwischen jede Menge Frauen“ gibt.

Der Verfassungsschutz weiß jetzt, dass er nicht weiß, wie viele Frauen aktiv sind oder ob es mehr geworden sind (oder weniger). Martin Döring, Sprecher des sächsischen Verfassungsschutzes, kann zu alledem „nur mutmaßen“. Was er wirklich kann, ist Tatverdächtige und wirklich Verurteilte zu vermischen, damit die Zahlen größer wirken. Na, ich hoffe er ist sich wenigstens sicher, dass es Frauen sind. 😀

Ausserdem weiß Döring mit an Sicherheit grenzender Warscheinlichkeit, dass „Rechtsextremismus ein ganz klar männlich geprägtes Selbstbild“ hat. Ach so, jetzt geht mir ein Licht auf; Deswegen sind Nazis gegen Feminismus. 💡

Wenn wir den sächsischen Verfassungsschutz nicht hätten!

via MDR

Und schaut die Lilien auf dem Felde

Ich weiß ja nicht, was auf der Bundesdelegiertenkonferenz von Bündnis90/Grüne am Buffet so alles angeboten wird, scheint jedoch ein geiler Stoff zu sein. 😀

Meine Güte, was hat Katrin Göring-Eckhardt denn gegen die Vögel? Wie ich jetzt auf Vögel komme? Na, ich sehe in Göring-Eckhardts Rede ganz eindeutige Parallelen hierzu:

Die Sehnsucht nach schönen Uniformen

Das, was man im Spiegel noch lesen kann (und sollte), sind die Kolumnen von Sibylle Berg. Wie zuletzt über die „freundlichen Neonazis von nebenan“, die

…sich nach einer Zeit sehnen, in der Leute wie sie gefürchtet waren und schöne Uniformen trugen. Die Juden und die ausländischen jungen Männer, angenommene Bedrohung der intellektuellen und körperlichen Potenz, die Frauen, die unverständlich geworden sind, der eigene empfundene Wert, der so geschrumpft ist.

„Früher war alles besser“™ ist keine Lösung, wenn einem als Antwort auf komplizierte Fragen nur dumpfer Populismus und Nationalismus einfällt.

NRW-(Anti)-Sozialpolitik 2017

Mit dem Sozialticket können Menschen in Nordrhein-Westfalen mit geringem Einkommen den ÖPNV bisher verbilligt nutzen. Das Ticket soll nun nach Plänen der NRW-Landesregierung bis 2020 abgeschafft werden. So will das Land 40 Millionen Euro einsparen und das Geld stattdessen in den Straßenbau stecken.

Wer bei der letzten Landtagswahl Schwarz-Gelb gewählt hat, „weil Rot/Grün nichts für die kleinen Leute tut“, sollte sich jetzt echt schämen. Widerlich.

Ein Vorschlag: Schafft den Fuhrpark der Landesregierung ab und gebt den Abgeordneten von CDU und FDP ein Sozialticket.

Nachtrag 23. Nov @ 12:30: Ach, ich Dummerchen, Sozialtickets für Abgeordnete gibt es doch schon längst. Gerade wies mich jemand auf den §6 des Abgeordnetengesetzes des Landes Nordrhein-Westfalen (AbgG NRW) hin. Zuerst dachte ich, ich träume, aber da steht doch tatsächlich:

(5) Die Mitglieder des Landtags haben das Recht, die Verkehrsmittel der Deutschen Bahn AG und der übrigen Eisenbahnverkehrsunternehmen innerhalb des Gebietes des Landes Nordrhein-Westfalen und die Verkehrsmittel der Deutschen Bahn AG nach Berlin frei zu benutzen.

Holy fucking cow. Das schlägt dem Fass den Boden aus. Bäh. (Wo ist das Kotz-Emoticon, wenn man es mal braucht?) 🤮

Nachtrag 23. Nov @ 16:00: Wer meint, das gelte nur für Dienstreisen, den muss ich enttäuschen. Vielleicht war das früher mal so. Es gab 2012 den „Fall Peer Steinbrück“. Der war damit aufgefallen, seine BahnCard auch für Privatreisen zu nutzen. Nach ein wenig Aufregung hat die Bundestagsverwaltung den entsprechenden Passus einfach gestrichen. Wie das auf Landesebene aussah, kann ich nicht sagen, aber ich gehe mal davon aus, dass es ähnlich ablief.

HartzIV-Empfänger müssen erbetteltes Geld als „gewerbliche Einkünfte“ angeben, Sozialtickets werden gestrichen, aber Politiker reisen 1.Klasse auf Staatskosten. Nochmal Bäh.

Wir bauen (k)ein Mahnmal für Bernd

Aktualisiert 23. November @ 01:45

Hier befand sich bisher ein Hinweis auf die Aktion „Bau das Holocaust-Mahnmal vor Höckes Haus“ des Zentrums für Politische Schönheit (ZPS). Was auf den ersten Blick nach einer guten Idee aussah entpuppt sich mittlerweile, meiner Meinung (und der Meinung anderer) nach als ziemlicher Fail.

Ich will nicht soweit gehen und von Nötigung oder Erpressung sprechen, da nicht wirklich klar ist, wie ernst die „Drohung“ des ZPS gegen Höcke gemeint ist, man wolle „Dossiers“ über ihn veröffentlichen, wenn er keinen Kniefall vor dem Mahnmal macht. Mir geht es um andere Details. Zum Beispiel um die Aussage des ZPS, bei der Aktion handele es sich um „die aufwendigste Langzeitbeobachtung des Rechtsradikalismus in Deutschland“. Dazu empfehle ich den wirklich guten und kritischen Kommentar von Caroline von Lowtzow vom Zündfunk, vor allem die beiden letzten Absätze.

Von Lowtzow schreibt in Bezug auf die obige Aussage:

Das ist nun wirklich eine Frechheit und eine Missachtung der Arbeit all derer, die sich nicht nur ein paar Wochen mit dem Thema Rechtsradikalismus in Thüringen befassen, sondern sich seit Jahrzehnten der Aufklärung und dem bürgerschaftlichen Engagement dagegen verschreiben haben.

Ja, da muss ich ihr zustimmen. Die Aktionen des Zentrums für Politische Schönheit waren zwar schon immer kontrovers, allerdings fragt sich nicht nur die Zündfunk-Autorin (sondern auch ich), was die eigentlichen Intentionen des ZPS sind. Ist es der Wunsch nach Aufklärung über Rechtsextremismus oder nur der Wunsch sich im Rampenlicht zu sonnen?

Solange diese offenen Fragen nicht hinreichend geklärt sind, bleibt nur die Empfehlung, Abstand zu nehmen.

Denkt denn niemand an die Krokodile?!

In einer Volksbefragung haben sich kürzlich Zwei Drittel der Australier für die Ehe für alle ausgesprochen. Nun muss das Parlament noch darüber entscheiden. In einem Interwiew erklärt der konservative Politiker Bob Katter, warum er trotzdem dagegen ist:

I mean, you know, people are entitled to their sexual proclivities. Let there be a thousand blossoms bloom, as far as I am concerned.

(Ich meine, wissen sie, Menschen haben Anspruch auf ihre sexuellen Neigungen. Meinetwegen lasst tausend Blüten blühen.)

…amüsiert sich Katter zuerst um dann in ernsthafterem Ton fortzufahren:

But I ain’t spending any time on it because in the meantime, every three months, a person is torn to pieces by a crocodile in north Queensland.

(Aber ich verschwende keine Zeit damit, denn in der Zwischenzeit wird im nörlichen Queensland alle drei Monate ein Mensch von einem Krokodil in Stücke gerissen.)

Die Entscheidung über das Gesetz soll solange zurückgestellt werden, bis das Krokodilproblem gelöst ist? Also, das ist die dümmste Ausrede, die ich jemals gehört habe. Warum kann der Mann nicht einfach zugeben, dass er homophob ist? Außerdem sind die Zahlen falsch, mit denen Katter hantiert. Laut dem australischen Umweltministerium gab es in Queensland nur 11 tödliche Krokodilangriffe seit 1985.

Wie man sieht, hat wohl jeder Staat Schwachköpfe unter seinen Politikern. :facepalm:

via ABC Australia

Wie misst man die Intelligenz von AfD-Mitgliedern?

Also, man nimmt die Raumtemperatur im Kartoffelkeller einer sibirischen Kolchose…

Aus Anträge an den Landesparteitag der AfD Saarland 2017 (Antrag 10 / Seite 15)

Ich bin dafür. Unbedingt. 🙂

+++Extrablatt+++ Jamaika scheitert an frischen Hemden

Auch das noch. Die Jamaika-Sondierungsgespräche stehen nun endgültig vor dem Aus. Wolfgang Kubicki (FDP) hat keine Hemden zum wechseln mehr.

Screenshot: Tagesspiegel

Was wollte ich noch sagen? Ach ja, irgendwas mit 2017 und Männer. Den Rest hab‘ ich vergessen.

Spanien hat nicht nur ein Problem mit der Unabhängigkeit Kataloniens, auch die Unabhängigkeit der Satire ist ein Problem

Keine Satire: Guillermo Martínez-Vela, Direktor des satirischen Wochenmagazins El Jueves, wurde vor ein Gericht in Barcelona zitiert, nachdem die spanische Nationalpolizei die Zeitschrift wegen Beleidigung angezeigt hatte, heißt es in spanischen Presseberichten von La Vanguardia und Eldiario.

Nach der Intervention der Polizei beim Referendum über die Unabhängigkeit Kataloniens, veröffentlichte El Jueves einen Artikel, der scherzte, dass die spanische Polizei in Katalonien Kokain konsumiere:

„Die anhaltende Präsenz der Bereitschaftspolizei hat alle Reserven an Kokain in Katalonien erschöpft. Kolumbianische Drogenkartelle haben angekündigt, dass sie diese (große) Nachfrage nicht befriedigen können“, heißt es in der Überschrift.

„Wir unterstützen und verteidigen die freie Meinungsäußerung, aber glauben Sie nicht, dass Sie eine Grenze überschritten haben?“, twitterte die spanische Polizei daraufhin. Der erste Verhandlungstag gegen Martínez-Vela fand letzte Woche statt. Ein Urteil steht noch aus.

Und das ist nicht der einzige Fall: Während Spaniens Ministerpräsident Rajoy sich im Ausland als Verteidiger der Meinungsfreiheit gibt, ist er im eigenen Land ein Unterdrücker derselben.