Slaughterbots

Wer sich mal so richtig gruseln will, sollte sich dieses Video ansehen. Das ist kein Trailer eines Hollywoodfilms. Es zeigt den gegenwärtigen Stand der Technik autonomer Kampfdrohnen. Drohnen von ein paar Zentimetern Umfang können heute Menschen töten. Schwärme dieser intelligenten Systeme können die Bevölkerung ganzer Städte auslöschen – Selbstständig und präzise.

via autonomousweapons.org

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Der nächste Schritt auf dem Weg zum menschlichen Evolutionsende: Ninja Robots

Holy shit. Kann ein T-800 DAS?

Was mir wirklich Sorgen macht, ist ja die Siegerpose am Schluss. O_o

Computer, wie wir sie heute kennen, gehören bald der Vergangenheit an

Forscher an den britischen Universitäten von Sussex und Swansea haben elektrische Ladungen angewendet, um flüssiges Metall in 2D-Formen wie Buchstaben und ein Herz zu bringen. Das Team sagt, dass die Ergebnisse eine „vielversprechende“ neue Klasse von Materialien darstellen, die programmiert werden können, um die Form nahtlos zu verändern. Das eröffnet neue Möglichkeiten in „Soft Robotics“ und Formwechsel-Displays, so die Forscher.

Die Forschung befindet sich zwar noch im Frühstadium, doch ein langfristiges Ziel der Wissenschaftler besteht darin, die physische Form, das Aussehen und die Funktionalität eines Objekts durch digitale Steuerung zu verändern, um intelligente Objekte zu erzeugen, die die Funktionalität eines heutigen Displays oder Roboters übersteigen.

Intelligente Roboter aus Flüssigmetall? Hmm, an was erinnert mich das nur? Moment noch, gleich komm‘ ich drauf…

via University of Sussex

In den Tiefen des Ozeans lauern die Hydrobots auf dich

Wer Terminator: Die Erlösung gesehen hat, dem werden jetzt vielleicht die Haare zu Berge stehen:

Das Design könnte glattweg von Skynet erdacht worden sein. Offiziell sollen die „Eel Robots“ nur für Wartungsarbeiten eingesetzt werden, aber man weiß ja nie.

He will be back

terminator-targeting

Immer schön vorsichtig sein, bei dem, was man auf Facebook und Twitter schreibt. Die Forschung zu autonomen Maschinen ist schon viel weiter als gedacht. In einigen Jahren könnte es passieren, dass du wegen eines Facebook-Posts „terminiert“ wirst:

Die renommierte Insurge Intelligence-Recherchegruppe hat nun interne Dokumente des US-Militärs analysiert. Sie zeigen, dass schon in 15 Jahren Kriegsroboter patrouillieren könnten, die für ihre Entscheidungsfindungen auch auf Social Media-Inhalte zugreifen können.

Ab sofort sollte man am besten nur noch Katzenfotos posten.

Originalquelle: The Pentagon is building a ‘self-aware’ killer robot army fueled by social media

Selbstfahrendes Auto fordert erstes Opfer

Während der Vorführung eines sogenannten autonomen Fahrzeugs ist der australische Verkehrsminister Stephen Mullighan in Erkärungsnot geraten. Der Test lief nicht ganz so wie geplant ab; der Minister überfuhr ein Känguru.

Am Samstag soll ein erweiterter Test auf einer Autobahn stattfinden. Oh je.

Was uns noch gefehlt hat: Automatische Waffen mit WLAN-Anschluß

Was kann da schon schiefgehen?

Den US-Sicherheitsexperten Runa Sandvik and Michael Auger ist es gelungen über eine Sicherheitslücke in der Wi-Fi-Verbindung, das Scharfschützengewehr TP750 zu hacken:

In der Demonstration gelang es Sandvik und Auger mit der Veränderung einer einzigen Zahl, dass das Gewehr auf ein völlig anderes Ziel schießt. Eine Warnmeldung erfolgte nicht.

via Wired

Stopp Killer-Robots

CIWS (close-in weapons system), Bild: U.S. Navy/flickr, CC-BY 2.0
Phalanx CIWS (close-in weapons system), Bild: U.S. Navy/flickr, CC-BY 2.0

Mehr als 1000 Wissenschaftler fordern in einem offenen Brief ein Verbot von autonomen Waffensystemen – Maschinen die fähig sind, ohne menschliche Interaktion zu töten – um ein nahezu unvermeidbares globales Wettrüsten zu verhindern. Der Brief wurde während der International Joint Conferences on Artificial Intelligence (IJCAI) in Buenos Aires präsentiert. Unter den Unterzeichnern sind der Physiker Prof. Stephen Hawking, Tesla-Chef Elon Musk und Apple Co-Gründer Steve Wozniak.

Der Offene Brief im Wortlaut:

Autonomous Weapons: an Open Letter from AI & Robotics Researchers

Autonomous weapons select and engage targets without human intervention. They might include, for example, armed quadcopters that can search for and eliminate people meeting certain pre-defined criteria, but do not include cruise missiles or remotely piloted drones for which humans make all targeting decisions. Artificial Intelligence (AI) technology has reached a point where the deployment of such systems is — practically if not legally — feasible within years, not decades, and the stakes are high: autonomous weapons have been described as the third revolution in warfare, after gunpowder and nuclear arms.

Many arguments have been made for and against autonomous weapons, for example that replacing human soldiers by machines is good by reducing casualties for the owner but bad by thereby lowering the threshold for going to battle. The key question for humanity today is whether to start a global AI arms race or to prevent it from starting. If any major military power pushes ahead with AI weapon development, a global arms race is virtually inevitable, and the endpoint of this technological trajectory is obvious: autonomous weapons will become the Kalashnikovs of tomorrow. Unlike nuclear weapons, they require no costly or hard-to-obtain raw materials, so they will become ubiquitous and cheap for all significant military powers to mass-produce. It will only be a matter of time until they appear on the black market and in the hands of terrorists, dictators wishing to better control their populace, warlords wishing to perpetrate ethnic cleansing, etc. Autonomous weapons are ideal for tasks such as assassinations, destabilizing nations, subduing populations and selectively killing a particular ethnic group. We therefore believe that a military AI arms race would not be beneficial for humanity. There are many ways in which AI can make battlefields safer for humans, especially civilians, without creating new tools for killing people.

Just as most chemists and biologists have no interest in building chemical or biological weapons, most AI researchers have no interest in building AI weapons — and do not want others to tarnish their field by doing so, potentially creating a major public backlash against AI that curtails its future societal benefits. Indeed, chemists and biologists have broadly supported international agreements that have successfully prohibited chemical and biological weapons, just as most physicists supported the treaties banning space-based nuclear weapons and blinding laser weapons.

In summary, we believe that AI has great potential to benefit humanity in many ways, and that the goal of the field should be to do so. Starting a military AI arms race is a bad idea, and should be prevented by a ban on offensive autonomous weapons beyond meaningful human control.

Die Befürworter von autonomen Waffen sagen, die Maschinen wären nützlich bei der Verringerung militärischer Opfer auf dem Schlachtfeld. Die Autoren des Briefes halten dem aber entgegen, dass damit die Hemmschwelle für bewaffnete Konflikte gesenkt würde – häufigere Schlachten und einen größeren Verlust in der Zivilbevölkerung riskierend.

Während vollständig autonome Waffen bisher nicht existieren – ihre Prototypen, wie das US-amerikanische Phalanx CIWS und der israelische „Iron Dome“, werden bereits eingesetzt.

via Future of Life Institute

Du besitzt dein Auto nicht, du fährst es nur

Der Copyright-Bullshit hat die Kfz-Industrie erreicht.

Weil die Autotechnik immer weiter computerisiert wird, versuchen einige große Autohersteller durchzusetzen, dass Käufer nur noch „eine implizite Lizenz für die gesamte Lebensdauer des Fahrzeugs, um das Fahrzeug zu betreiben“ erhalten. Die Hersteller wollen damit die „Umgehung von TPMs, die Computerprogramme, welche die Funktion von motorisierten Landfahrzeugen, einschließlich privater und gewerblicher Kraftfahrzeuge, sowie Landmaschinen umfassen“ verhindern. Einzige Ausnahme: Tesla Motors beteiligt sich nicht an diesem Vorhaben.

In Kurzform: Falls du dein Auto (unerlaubt) reparierst oder tunest, musst du zu Fuß gehen.

via Wired

Neusprech der Woche: Vordertür

Nachdem die NSA niemanden so richtig überzeugen konnte, dass es nötig ist verschlüsselte Daten von Computern und Smartphones über sogenannte Backdoors abzugreifen, ist NSA-Direktor Michael Rogers auf eine fabelhafte neue Idee gekommen; „Lasst uns doch einfach durch die Vordertür herein“, sagte er kürzlich auf einer Tagung:

„I don’t want a back door,“ Rogers said. „I want a front door. And I want the front door to have multiple locks. Big locks.“

Diese Vordertür hat auch ein großes Schloss und einen General-Universal-Super-Duper-Master-Schlüssel. Den Sclüssel soll allerdings (wer hätte das gedacht) nicht jeder dahergelaufene 08/15-Benutzer erhalten, damit die pöhsen „Hacker“ nicht die Daten stehlen. Den Schlüssel bekommen nur (wer hätte das gedacht, nochmal) bestimmte Dienste ™.

Hintertür, Vordertür, Kellertür. Tür bleibt Tür. Am Ende kommt das Gleiche raus: Die NSA will deine privaten Daten.

Nachtrag 16.04.2015: Auch in Deutschland lässt man seiner kreativen Ader freien Lauf, was unbeliebte Begriffe wie Vorratsdatenspeicherung angeht.