„Privatsphäre“-App der Woche

Diese Woche findet in San Francisco die „RSA Conference“ für IT-Sicherheit statt.

Millionen von Anwendungen enthalten SDKs von Drittanbietern, die private Daten offen legen, die leicht abgefangen und modifiziert werden können – was zu Malware-Infektionen, Erpressungen und anderen hochwirksamen Angriffsvektoren auf den Geräten führt,“ sagte Roman Unuchek, Mitarbeiter von Kaspersky Lab, während der Eröffnung.

Aber ich wollte eigentlich auf etwas anderes hinaus – Zur Konferenz gibt es (natürlich) auch eine App:

Installiere die App und gib ihr Zugriff auf alles sie gibt sich Zugriff auf alles:

Eine internationale Leitmesse, die sich Cybersecurity auf ihre Fahne geschrieben hat, geht die Privatsphäre ihrer Besucher am Arsch vorbei. Fast zum Lachen, wenn’s nicht so traurig wäre. :facepalm:

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Alles nur eine Kostenfrage

Wer hat sich nicht schon immer gefragt, warum in den USA soviele Menschen von der Polizei erschossen werden?

In einem kürzlich geleakten Video hat der Sheriff von Kern County, Kalifornien, mal „Klartext“ geredet:

„You know what happens when a guy makes a bad shooting on somebody and kills them? Three million bucks and the family goes away after a long back and forth,“ Youngblood said.

He went on to say: „Which way do you think is better financially – to cripple them or kill them – for the county?“ An unidentified man offscreen said „kill them“, to which Youngblood replied: „Absolutely. Because if they’re crippled we get to take care of them for life. And that cost goes way up.“

Erschießen kommt die Polizeibehörde kostengünstiger als „nur“ anschießen. Beerdigungskosten plus eine einmalige Abfindung an die Hinterbliebenen sind billiger als ein Krankenhausaufenthalt und eine lebenslange Rente an das Opfer zu zahlen.

Das ergibt ja auch Sinn. Irgendwie. Jedenfalls in einer durch und durch kapitalismushörigen Welt. Es geht doch immer nur ums Geld. 😦

Gott will nicht, dass du dich impfen lässt

Mir ist schon einiges Seltsame über den Weg gelaufen, aber die Aussagen in diesem Video sind wirklich der wahnwitzigste Blödsinn, den ich je von einem Christen gehört habe.

Das ist keine Satire: Wenn Impfstoffe so großartig sind, warum werden sie nicht in der Bibel erwähnt?

Internetausdrucker der Woche

Als ein Transparency-Aktivist Kopien der SMS-Nachrichten des (Ex-)Bürgermeisters von Seattle nach dem FOIA-Informationsfreiheitsgesetz anforderte, hätte er wohl nicht erwartet, dass dessen Mitarbeiter, anstatt Screenshots anzufertigen, buchstäblich ein Smartphone auf einen Fotokopierer legen.

Bild: Phil Mocek

Was war da los? Hat das Smartphone nicht in das Faxgerät gepasst? 😀

via EFF

Die „Flache Erde“ ist nicht mehr ganz so flach

Alle bisherigen Versuche, zu beweisen, dass die Erde eine Scheibe ist, sind kläglich gescheitert. Trotzdem gibt es immer noch Leute, die sich der Lächerlichkeit preisgeben – auch in ganz großem Stil.

Ein Heer von „professionellen Wissenschaftlern“ am brasilianischen Dakila Forschungsinstitut führt seit sieben Jahren Experimente durch, um herauszufinden, welche Form die Erde wirklich hat. Viele Regierungsinstitutionen sollen ebenfalls an diesem Projekt teilnehmen.

Angeblich wurde die Idee, dass die Erde rund ist, durch eine Reihe von Experimenten widerlegt:

Die durchgeführten Versuche und Tests bestanden im Wesentlichen darin, die tatsächliche Erdkrümmung, die Nivellierung der Ozeane und die Konvexität der Kontinente zu überprüfen, die durch verschiedene Techniken und technologisch präzise Geräte hergestellt wurden, von denen viele vom CTZ-Labor selbst für spezielle Zwecke hergestellt wurden. Zusätzlich wurden Gravitationskräfte in Körpern, Wasser und Gasen untersucht, sowie die optischen Täuschungen, die durch die Interferenz von Teilchen und der Atmosphäre selbst im Sonnenlicht verursacht werden.

Die Untersuchung führte nebenher noch zur Entdeckung eines neuen Kontinents im Norden des Planeten, den man aufgrund seiner geographischen Lage als „Greater North“ bezeichnet hat. Die Ergebnisse sollen am 26. März in einem Dokumentarfilm namens Terra Convexa: Der Dokumentarfilm veröffentlicht werden.

Dem Titel der Doku nach zu urteilen, gehen die sogenannten Wissenschaftler anscheinend davon aus, dass die Erde konvex ist, also gewölbt bzw. gerundet. Es ist unklar, was man sich darunter vorstellen soll. Das gezeigte Erdmodell sieht irgendwie lustig aus.

„Der Augenblick der Wahrheit ist nah“, heißt es in dem Video. Und ich geh jetzt los, mich vom Rand der Erde stürzen. Das ist mir langsam echt zu blöd. Wenn ich so einen Quark lese, fühle ich mich ins Mittelalter zurück versetzt, als man noch keine moderne Naturwissenschaft kannte, die die allgemein anerkannte Kugelform der Erde plausibel erklären kann.

Wenn man den Bock zum Gärtner macht

Oder Dorothee Bär zur Digitalisierungsministerin. Bär stellt ihre Ahnungslosigkeit (mal wieder) in einem peinlichen Interview beim ZDF Heute-Journal unter Beweis.

Marietta Slomka: Schnelleres Internet.

Dorothee Bär (CSU): Flugtaxis.

Armes Deutschland, armes Deutschland. Das wird nie etwas mit dem Breitbandausbau. :facepalm:

Helau und AlaAfD

Ohne Worte. 🤮

Der Kalte Krieg ist wieder da

Es gibt eine große Veränderung in der US-Militärstrategie. Letzten Freitag sagte US-Verteidigungsminister Jim Mattis, dass Terrorismus nicht mehr die Bedrohung Nummer 1 sei… Die Aufrechterhaltung eines militärischen Vorteils gegenüber China und Russland hat jetzt oberste Priorität.

Juchu, endlich wieder Wettrüsten. 😥

via Reuters

Diese Szene konnte die Polizeisprecherin nicht erklären

In der Nacht zu Dienstag schmierten Unbekannte rechte Parolen an die Hauswand sowie auf den Transporter einer kurdischen Bäckerei in Chemnitz. Das ganze wurde von Überwachungskameras festgehalten. Die Täter konnten zwar bisher nicht identifiziert werden, dafür gibt es etwas anderes Ungewöhnliches zu sehen:

Die Bilder zeigen, dass eine Polizeistreife die Sprayer störte, auch kurz mit einem Täter sprach. Danach fuhr der Polizeiwagen weg und die jungen Männer machten munter weiter.

Diese Szene konnte Polizeisprecherin Jana Kindt nicht erklären.

Die Polizeibeamten wollten sich bestimmt nur vergewissern, ob die Sprayer vorschriftsmäßige Schutzkleidung tragen, damit keine gesundheitsgefährdende Dämpfe eingeatmet werden. Die Polizei erweist sich einmal mehr als Freund und Helfer.

Chemnitz liegt ja nur rein zufällig in Sachsen.

Öffentlichkeitsfahndung der Woche

Bestimmt erinnern wir uns alle noch an die Öffentlichkeitsfahndung der Hamburger Polizei anlässlich des G20-Gipfels. Damals wurden mehr als 100 Fotos von Personen veröffentlicht und die Bevölkerung zur Mithilfe aufgerufen. Dieses Vorgehen wurde heftig kritisiert.

Und – kaum zu glauben, aber für eine Großfahndung nach ein paar Gefängnisausbrechern geht die Berliner Polizei jetzt ganz neue Wege:

Aus Rücksicht auf die Persönlichkeitsrechte der Flüchtigen hat die Polizei bisher darauf verzichtet, Fahndungsfotos zu veröffentlichen.

Da soll noch einer sagen, die Polizei lernt nicht aus Fehlern.