Was hatten wir schon lange nicht mehr?

Na, wer weiß es? Richtig, Plagiatsvorwürfe.

Diesmal hat es jemanden getroffen, der sich selbst „Der Poet“ nennt. Der hat auf Facebook und Instagram mehr als 100.000 Fans und verbreitet dort Sprüche mit Lebensweisheiten. Außerdem hat er zwei Bücher mit diesen gesammelten Sprüchen veöffentlicht. Kürzlich fiel einigen Twitter-Usern auf, dass „Der Poet“ ihre Tweets kopiert hatte und als seine eigenen Gedanken ausgab. (Er machte sich nicht mal die Mühe evt. vorhandene Rechtschreibfehler zu korrigieren.) Beschwerden und kritische Fragen über seine Vorgehensweise wurden mit Löschung der Kommentare, Blockierung und Drohungen über rechtliche Konsequenzen beantwortet.

Man kann über Tweetklau denken, was man will. Rechtlich gesehen ist es eine Grauzone. Wirklich unschön wird es, wenn sich jemand damit eine goldene Nase verdient. So kam es, dass der Deutschlandfunk das Thema aufgriff. Soweit, so gut erstmal.

Doch dann eskalierte das ganze noch weiter (woran ich nicht ganz unschuldig bin), als heraus kam, dass „Der Poet“ komplette Seiten aus Büchern englischsprachiger Autoren ins Deutsche übersetzt hat, ohne auf den Urheber hinzuweisen. Eine Autorin hat vor, Klage einzureichen.

Oben: Übersetzung von „Der Poet“, Unten: Originaltext von Rania Naim

Mittlerweile ist eine ganze Schar von Usern mit der Quellensuche beschäftigt – und es gibt ständig neue Funde. Tja, dumm gelaufen. Wer heutzutage immer noch glaubt, dass das, was man im Internet treibt, nicht nachverfolgbar wäre, muss besonders dämlich sein.

PS: Jetzt ist der Fall auch schon beim Focus angekommen.

PPS: So, ich konnte einfach nicht widerstehen. Das muss auch noch rein:

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Du besitzt dein Auto nicht, du fährst es nur

Der Copyright-Bullshit hat die Kfz-Industrie erreicht.

Weil die Autotechnik immer weiter computerisiert wird, versuchen einige große Autohersteller durchzusetzen, dass Käufer nur noch „eine implizite Lizenz für die gesamte Lebensdauer des Fahrzeugs, um das Fahrzeug zu betreiben“ erhalten. Die Hersteller wollen damit die „Umgehung von TPMs, die Computerprogramme, welche die Funktion von motorisierten Landfahrzeugen, einschließlich privater und gewerblicher Kraftfahrzeuge, sowie Landmaschinen umfassen“ verhindern. Einzige Ausnahme: Tesla Motors beteiligt sich nicht an diesem Vorhaben.

In Kurzform: Falls du dein Auto (unerlaubt) reparierst oder tunest, musst du zu Fuß gehen.

via Wired

Was der Islam fürchtet: Gelächter

Dieses Video (original: „What Islam Fears: Laughter“) ist eine Antwort auf ein Video des muslimischen YouTube-Nutzers „Baadshah143“ über das, was die Nichtgläubigen zum Zeitpunkt des Todes erwartet.

Es wurde auf Grund einer falschen DMCA-Beschwerde von philhellenes YouTube Account entfernt. Aber so einfach verschwinden unbequeme Videos nicht. Den Clip gibt’s jetzt hier und auf hunderten anderer YouTube-Konten. Da nützt es auch nichts das „Baadshah143“ viele Mirrors mit der Begründung das er in dem Video zu sehen ist, geflaggt hat. Es wurde immer bekannter und beliebter.

Mirror:

Das ist kein Witz. „Baadshah143“ ist ein ernsthafter Muslim. Alles was er sagt steht so geschrieben. Also, selbst Darwin würde zum Islam konvertieren nachdem er diese furchtbare Geschichte von den Schlangen, dem Skorpion und den Engeln mit dem grossen Hammer gehört hätte.

Mir zittern auch schon vor Angst die Knie. :biggrin: