Elon Musk möchte, dass du dir diesen Film über die Gefahren von KI ansiehst

Science-Fiction hat lange den Aufstieg der maschinellen Intelligenz vorausgesehen. Heute hat eine neue Generation selbstlernender Computer begonnen, jeden Aspekt unseres Lebens neu zu gestalten. In einem Tsunami aus Apps, persönlichen Assistenten, intelligenten Geräten und gezielter Werbung werden unverständliche Datenmengen erzeugt, interpretiert und an uns zurückgegeben. Praktisch jede Branche der Erde erlebt diesen Wandel von der Arbeitsautomatisierung über die medizinische Diagnostik bis hin zu militärischen Operationen. Do You Trust This Computer? erkundet die Versprechen und Gefahren unserer neuen Ära. Wird Künstliche Intelligenz ein Zeitalter beispiellosen Potentials einläuten oder sich als unsere letzte Erfindung erweisen?

Die ganze Dokumentation ist noch bis Sonntag auf Vimeo abrufbar.

via SYFY

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Das Ende der Realität wie wir sie kennen

Vertraue nicht mehr darauf, was du mit deinen eigenen Augen siehst.

Jeder, der sich Sorgen über die Fähigkeit Künstlicher Intelligenz macht, die Realität nachzuahmen, wird wahrscheinlich an Nvidias neuester Entwicklung interessiert sein: eine KI, die in der Lage ist, perfekt-realistische Fake-Videos zu generieren. Diese KI verwendet einen Algorithmus, der als Generative Adversarial Network (GAN) bezeichnet wird. Ein GAN kann sich „vorstellen“, wie z.B. eine schneebedeckte Version einer Straße aussehen würde, ohne sie jemals wirklich zu sehen oder wie Tag- und Nacht-Versionen der Straße aussehen.

Eine weitverbreitete Anwendung würde unsere Fähigkeit, darauf zu vertrauen, was unsere Augen uns sagen, stark vermindern. Video-Beweise könnten vor Gericht unzulässig und Fake-News noch häufiger werden, da echte Videos von denen, die von der KI generiert werden, nicht mehr unterscheidbar sind.

Im Moment sind die Kapazitäten der KI noch begrenzt, aber in Zukunft sollte man immer alles anzweifeln, was man online sieht.

Smart City is watching you

Demnächst auch in deiner Stadt: Eine künstliche Intelligenz (KI) überwacht jedes gerade stattfindende Ereignis mit Hilfe von tausenden, zehntausenden Kameras. Sie kann auf Verkehrsstaus und Unfälle, Diebstähle bis hin zu jeder Bewegung der Einwohner in Echtzeit reagieren.

Seit einem Jahr ist dieses Szenario bereits Realität – in der 9-Mio. Einwohner Stadt Hangzhou, China. City Brain, ein Gemeinschaftsprojekt der Tech-Unternehmen Alibaba und Foxconn, nutzt „Big Data“ um der Stadt zu helfen zu „denken“ und Entscheidungen zu treffen. Um das Leben in Hangzhou zu „optimieren“, überwacht das System einfach alles: Jede Verkehrsstörung und jedes Verbrechen, jede Auto- oder Busfahrt, jeder Einkauf und jede Begegnung der Bewohner wird in der KI-Datenbank gespeichert.

Nach dem erfolgreichen Testlauf ist man nun für eine Ausweitung auf andere (nicht nur chinesische) Städte bereit.

Dafür ist Alibaba eine Partnerschaft mit NVIDIA, allgemein als Hersteller von Grafikchips bekannt, eingegangen. NVIDIA arbeitete bisher an der Entwicklung einer eigenen Plattform für KI-Städte namens Metropolis. Nun will man von den jeweiligen Erfahrungen profitieren und bis 2020 mehr als eine Milliarde Kameras installiert haben – weltweit.

Der Alibaba-Manager Xian-Sheng Hua sagte auf der World Summit AI-Konferenz: „In China haben wir weniger Bedenken in Sachen Privatsphäre, deswegen kommen wir schneller voran.“ In Deutschland und Europa kommt man zwar langsamer voran, aber im Ergebnis bleibt es sich gleich – es kommt. Die Grundvoraussetzungen dafür existieren längst.

Stopp Killer-Robots

CIWS (close-in weapons system), Bild: U.S. Navy/flickr, CC-BY 2.0
Phalanx CIWS (close-in weapons system), Bild: U.S. Navy/flickr, CC-BY 2.0

Mehr als 1000 Wissenschaftler fordern in einem offenen Brief ein Verbot von autonomen Waffensystemen – Maschinen die fähig sind, ohne menschliche Interaktion zu töten – um ein nahezu unvermeidbares globales Wettrüsten zu verhindern. Der Brief wurde während der International Joint Conferences on Artificial Intelligence (IJCAI) in Buenos Aires präsentiert. Unter den Unterzeichnern sind der Physiker Prof. Stephen Hawking, Tesla-Chef Elon Musk und Apple Co-Gründer Steve Wozniak.

Der Offene Brief im Wortlaut:

Autonomous Weapons: an Open Letter from AI & Robotics Researchers

Autonomous weapons select and engage targets without human intervention. They might include, for example, armed quadcopters that can search for and eliminate people meeting certain pre-defined criteria, but do not include cruise missiles or remotely piloted drones for which humans make all targeting decisions. Artificial Intelligence (AI) technology has reached a point where the deployment of such systems is — practically if not legally — feasible within years, not decades, and the stakes are high: autonomous weapons have been described as the third revolution in warfare, after gunpowder and nuclear arms.

Many arguments have been made for and against autonomous weapons, for example that replacing human soldiers by machines is good by reducing casualties for the owner but bad by thereby lowering the threshold for going to battle. The key question for humanity today is whether to start a global AI arms race or to prevent it from starting. If any major military power pushes ahead with AI weapon development, a global arms race is virtually inevitable, and the endpoint of this technological trajectory is obvious: autonomous weapons will become the Kalashnikovs of tomorrow. Unlike nuclear weapons, they require no costly or hard-to-obtain raw materials, so they will become ubiquitous and cheap for all significant military powers to mass-produce. It will only be a matter of time until they appear on the black market and in the hands of terrorists, dictators wishing to better control their populace, warlords wishing to perpetrate ethnic cleansing, etc. Autonomous weapons are ideal for tasks such as assassinations, destabilizing nations, subduing populations and selectively killing a particular ethnic group. We therefore believe that a military AI arms race would not be beneficial for humanity. There are many ways in which AI can make battlefields safer for humans, especially civilians, without creating new tools for killing people.

Just as most chemists and biologists have no interest in building chemical or biological weapons, most AI researchers have no interest in building AI weapons — and do not want others to tarnish their field by doing so, potentially creating a major public backlash against AI that curtails its future societal benefits. Indeed, chemists and biologists have broadly supported international agreements that have successfully prohibited chemical and biological weapons, just as most physicists supported the treaties banning space-based nuclear weapons and blinding laser weapons.

In summary, we believe that AI has great potential to benefit humanity in many ways, and that the goal of the field should be to do so. Starting a military AI arms race is a bad idea, and should be prevented by a ban on offensive autonomous weapons beyond meaningful human control.

Die Befürworter von autonomen Waffen sagen, die Maschinen wären nützlich bei der Verringerung militärischer Opfer auf dem Schlachtfeld. Die Autoren des Briefes halten dem aber entgegen, dass damit die Hemmschwelle für bewaffnete Konflikte gesenkt würde – häufigere Schlachten und einen größeren Verlust in der Zivilbevölkerung riskierend.

Während vollständig autonome Waffen bisher nicht existieren – ihre Prototypen, wie das US-amerikanische Phalanx CIWS und der israelische „Iron Dome“, werden bereits eingesetzt.

via Future of Life Institute